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Seltene Arten im Blick

Bund Naturschutz Gauting bei Schnitteraktion am Stockdorfer Osthang

Ehrenamtliche Schnitteraktion am Osthang zur Pflege des Landschaftsschutzgebietes: v.l. Max Vogt, Renate Hartung, Ellen Hacker, Nikolaus Biederstedt, Winfried Götz und Michaela Fuchs. (Bild: us)

Seit 30 Jahren pflegt die Gautinger Ortsgruppe des Bund Naturschutz (BN) das Naturdenkmal am Stockdorfer Osthang. „Es ist ein Landschaftsschutzgebiet mit seltener Flora und Fauna“, erklärt Ellen Hacker, stellvertretende Ortsvorsitzende. Über 20 Arten der Roten Liste seien dort vertreten, darunter der Frühlingsenzian, die Teufelskralle, die Graslilie oder auch die Silberdistel. „Zu den seltenen Tierarten, die wir hier finden können, zählen wir viele verschiedene Heuschrecken und Tagfalter. Wir freuen uns sehr, dass wir ihnen hier geeignete Lebensräume bieten können.“

Damit dies so bleibt, sollten einige Voraussetzungen erhalten bleiben, so Hacker. „Der Hang darf nicht verschatten und verbuschen, weswegen wir unsere regelmäßigen Schnitteraktionen im Herbst durchführen. Wir dürfen keinesfalls zu früh mähen, weil viele Tierarten dann noch nisten.“ Das ausgiebige Schlittenfahren im Winter sei überhaupt kein Problem für die außergewöhnlichen Hangbewohner. „Aber wenn alles in Blüte steht, wäre es schön, wenn keine Spaziergänger und Hunde über den Hang streifen würden“, wünscht sie sich.

Als Nächstes sind die ehrenamtlichen Schnitter in der Flutmulde im Grubmühlerfeld unterwegs. „Dort sind ähnliche Bedingungen wie am Osthang zu finden. Dann ist unsere Arbeit für dieses Jahr erst einmal getan. Ganz herzlichen Dank an die vielen Freiwilligen im Ortsverein“, so Hacker weiter. „Ohne sie könnten wir die Landschaftsschutzgebiete nicht pflegen.“


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