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"Schöne Miteinander-Geschichte"

VaMuKi veranstaltet den ersten "Westend kreativ"-Markt

Beteiltigt am Künstlermarkt "Westend kreativ" sind unter anderem (hinten, von links): Doris Nolte-Strnad, Sabine Jaschke, Aniko Stefko, Alexandra Dost, Mara Jirden, (vorne, von links): Natalie Squire, Franziska Poltinger. (Bild: ds)

"Das ist eigentlich Westend pur", sagt Sabine Jaschke. Was sie damit meint: Die unterschiedlichsten Kreativen aus dem Westend haben sich zusammengefunden, stellen gemeinsam etwas auf die Beine, werden von Organisationstalenten unterstützt, und alle, die davon wissen, finden es toll: "Es ist eine schöne Miteinander-Geschichte", so die Organisatorin. Am Samstag, 10. März, findet zum ersten Mal der Künstlermarkt "Westend kreativ" statt. Veranstaltet wird er vom VaMuKi e.V.

VaMuKi steht für Vater, Mutter, Kind und ist seit über 25 Jahren Anlaufstelle für alle Familien im Westend. Kurse, Spielgruppen, Miniclub, Basare, Vorträge, Workshops und Veranstaltungen begleiten Familien in allen Lebenslagen. Mütter und Väter bringen sich hier mit ihren Ideen und ihrem Engagement ehrenamtlich ein: "VaMuKi lebt von innen heraus", beschreibt es Sabine Jaschke. Sie ist im Vorstand als Kassier tätig. Außerdem organisiert sie die Basare, bei denen dreimal im Jahr gut erhaltene Kindersachen den Besitzer wechseln. Seit zwölf Jahren macht sie die Basar-Leitung. Ihr Sohn ist dreizehn. Die Freundschaften zwischen VaMuKi-Eltern, die sich in der Krabbelgruppe kennen lernen, halten oft, bis die Kinder erwachsen sind.

27 Aussteller aus dem Viertel

Die Idee eines Künstlermarkts stieß im VaMuKi-Dunstkreis sofort auf Resonanz: Nach einem Aushang und einer Rund-Mail kamen zehn Interessierte zu einem ersten Treffen. Sabine Jaschke hat mit ihrer Basar-Erfahrung die Organisation übernommen. "Aus dem Stand sind 27 Aussteller aus dem Stadtviertel zusammen gekommen", freut sie sich. Was sie ebenfalls begeistert, ist die Bandbreite: Der jüngste Teilnehmer ist 21, die ältesten sind über 80.

Kunst rundum

Alles, was sie am 10. März anbieten, ist liebevoll handgefertigt und selbst gemacht: Schmuck, Mode, Fotografie, Accessoires, Design, Illustration, Baby-Kinder-Mode, Taschen, Osterdekoration, Keramik, Karten, Zeichnungen, Kissen, Lampen, Barfußsandalen, Musik, Literatur, Gestricktes, Genähtes, Wohnaccessoires aus Beton, Papierschnitte und vieles mehr.

"Mit diesem Künstlermarkt wird wirklich eine Lücke geschlossen", findet Fotografin Natalie Squire, die eine Woche später auch beim "Open Westend" ausstellt. "Es gibt nur ganz wenige Möglichkeiten, Kunst auch zu verkaufen." Bei Kunsthandwerkermärkten wird für Aussteller oft eine recht hohe Standgebühr erhoben. VaMuKi nimmt von Privatleuten lediglich 20 Euro pro Tisch, von gewerblichen Anbietern 30 Euro. Finanziert wird davon vor allem die Miete für den Pfarrsaal.

Viele Helfer

Das Miteinander ist das, was Sabine Jaschke so begeistert und zu ihrer ehrenamtlichen Arbeit motiviert. Nur ein paar Beispiele: Alexandra Dost hat sich sofort bereit erklärt, ein Plakat zu gestalten. Aniko Stefko kümmert sich um den Kuchenverkauf. Schriftführerin Franziska Poltinger betreut den VaMuKi-Stand, an dem über neue Angebote informiert wird. VaMuKi-Vorsitzende Kathrin Schreiner bereitet ein Bastelangebot vor. Die kfd-Frauen bieten nicht nur selbst Gebasteltes an, sondern sorgen auch für einen Mittagssnack.

So freuen sich Organisatoren und Aussteller auf viele Besucher am Samstag, 10. März, von zehn bis 18 Uhr im Pfarrsaal St. Rupert (Gollierstr. 61). Von elf bis 14 Uhr gibt es einen Mittagssnack, von 14.30 bis 17 Uhr Kaffee und Kuchen und von 15 bis 17 Uhr im VaMuKi-Raum Bastelangebote für Kinder mit Eltern.


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