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30 Fotos von harter Arbeit

Ausstellung dokumentiert die Flößerei heute

Der Fotoclub hat die Arbeit der Flößer mit 1.000 Bildern dokumentiert. 30 davon werden gezeigt. (Bild: Fotoclub)

Der archaische Anblick eines Floßes auf Isar oder Loisach hat von jeher viele Künstler inspiriert. Waren es früher Skizzen, Stiche und Gemälde, die in malerischer Landschaft ein Floß zeigten, boten sich mit Beginn der Fotografie Ende des 19. Jahrhunderts neue Perspektiven. Fotokarten mit Floßmotiv erfreuten sich großer Beliebtheit und wurden auf dem Postweg in alle Welt verschickt. Auch die Münchner Floßländen an der Ludwigsbrücke, am Westermühlbach und in Thalkirchen boten aufregende Motive zur Dokumentation, wovon die Fotosammlungen des Stadtmuseums und Stadtarchivs Zeugnis geben.

Die Zeiten änderten sich

Mit Eröffnung einer neuen Zentrallände in Maria Einsiedel im Jahr 1899 erfolgte die Stilllegung aller anderen. Zwar brachten die Flößer bis in die frühen 1950er Jahre noch Holz nach München, doch waren sie bereits im Jahr 1910 mit 51 Passagierflößen unterwegs.

Verblieben ist bis heute die Passagierflößerei. Auch sie kann auf eine jahrhundertealte Tradition zurückblicken. Schon im Jahr 1623 erließ Kurfürst Maximilian I. eine Verordnung für Ordinariflöße, die fahrplanmäßig Personen von München nach Wien beförderten. In alter Technik erfolgt der Floßzusammenbau auch heutzutage. Die am Ruder stehenden Flößer tragen hohe Verantwortung, damit die muntere Floßgesellschaft auf der unberechenbaren 25 km langen Flussstrecke sicher in der Zentrallände in München ankommt.

Fotoclub dokumentiert und stellt aus

Der Fotoclub Fürstenried-Neuried hat den Arbeitsablauf fotografiert und die Flößer auf ihrem Weg mit über 1.000 Bildern dokumentiert. Die ausgesuchten 30 schönsten Aufnahmen werden mit Unterstützung des Flößer-Kulturvereins München-Thalkirchen in der Ausstellung "Flößerei heute. Harte Arbeit für eine Spaßgesellschaft" gezeigt.

Diese ist vom 12. März bis 22. April in der ev. Passionskirche (Tölzer Str. 17, 1. Stock) zu sehen. Öffnungszeiten: Mo, Fr, Sa 13-18 Uhr und So 11-16 Uhr (Ausstellung am 18. / 19. März, am 15. April und an Ostern geschlossen). Eintritt frei.

Am So, 11. März, wird die Ausstellung eröffnet (11-16 Uhr, Vernissage, Umrahmung mit dem Duo „Saite an Saite“
Bier, Brezn‘ und viel Wasser).

Am 24. März bewertet eine Fach-Jury die Fotos und prämiert die drei besten.


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