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"Lesen macht Spaß!"

Vorlesewettbewerb: Stadtentscheid München-West in der Stadtbücherei Pasing

Der Stadtentscheid München-West des diesjährigen Vorlesewettbewerbs fand in der Pasinger Stadtbücherei statt. Die 14 Teilnehmer brachten ihr Lieblingsbuch mit. Die Jury mit Jutta Speidel (Mitte), Lily Pötzsch, Silke Cozoris und Johanna Myschor-Kettl (oben von r.) warteten gespannt auf die Beiträge. (Bild: us)

Für alle Sechstklässler der Gymnasien steht ein Vorlesewettbewerb an. Zunächst lesen die Schüler in ihren Klassen, küren dort ihre Besten und schicken sie weiter in die Schulentscheide und regionalen Wettbewerbe. Der Stadtentscheid München-West des diesjährigen Vorlesewettbewerbs fand in der Pasinger Stadtbücherei statt. Dazu kamen 14 Teilnehmer mit ihren Lieblingsbüchern und einigem Publikum zum Anfeuern. Den Jury-Vorsitz übernahm Schauspielerin Jutta Speidel. „Ich mache das schon seit 21 Jahren“, erklärte sie, „und zwar mit viel Herzblut und Liebe. Vorlesen ist wichtig. Das stärkt den Selbstausdruck, das Selbstbewusstsein.“

Neben Theaterwissenschaftlerin Sabine Lehmann, der Lehrerin aus dem Bert-Brecht-Gymnasium Silke Cozoris und Bibliothekarin Johanna Myschor-Kettl saß auch die 14-jährige Schülerin Lily Pötzsch in der Jury, eine Gewinnerin von vor zwei Jahren. „Ich weiß, wie sich die Teilnehmer fühlen. Die Aufregung ist enorm“, sagte sie. Bei allem Mitgefühl gingen die Jurymitglieder streng mit den Vorträgen um. Sie prüften flüssiges Lesen, deutliche Aussprache, Tempo, Interpretation und Ausdruck.

Daumendrücken für die nächste Runde

Gelesen wurde in zwei Runden. Zuerst brachten die Schüler ein selbstgewähltes Buch auf die Bühne. In der zweiten Runde bekamen sie einen unbekannten Text, auf den sie sich möglichst schnell gut und sicher einstellen mussten. „Nicht einfach!“, befand auch die Leiterin der Stadtbücherei Pasing Elisabeth Pittrich. Sie freute sich über den jungen Besuch. „Wir stellen gerne unsere Räume dafür zur Verfügung. Lesen macht Spaß – das ist ja unsere Hauptbotschaft.“ Zwar gebe es Gewinner, „aber die Teilnahme und die Beschäftigung mit Literatur ist das, was zählt“, betonte sie.

Gewonnen hat übrigens Amelie Beil aus dem städtischen Käthe-Kollwitz-Gymnasium. „Sie las aus „Tintenherz“ von Cornelia Funke und überzeugte auch beim unbekannten Text. Es gelang ihr, beim Vorlesen, die Geschichten für das Publikum zum Leben zu erwecken“, so Jurymitglied Silke Cozoris. Jetzt tritt die Schülerin am 12. April beim Bezirksentscheid Oberbayern West in Grünwald. Für den Sieger kann es dann über den bayerischen Landesentscheid bis zum Bundesentscheid und Finale vom 18. bis 22 Juni in Berlin gehen. Speidel: „Für Grünwald drücken wir Amelie erst einmal ganz fest die Daumen und wünschen ihr, dass sie es noch viel weiter schafft.“


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