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Symbolischer Baubeginn

Am ehemaligen Kaufhaus Beck starten Bauarbeiten

So wie im Modell soll das ehemalige Beck-Haus künftig aussehen. Michael Ehret, Geschäftsführer von ehret+klein, hofft auf Fertigstellung des neuen Geschäftshauses bis Ende 2018. (Bild: kö)

Dass sich die Nachbarn statt über den Baulärm über die Stille auf der Baustelle beklagen, ist wohl eher selten. Am ehemaligen Kaufhaus Beck in der Fürstenrieder Straße 21 sind nun aber nach Jahren des Stillstandes zur Freude der Laimer Kran und Baumaschinen angerollt. „Hier tut sich was“, freut sich Josef Mögele, Vorsitzender des Bezirksausschusses Laim. Feierlich und mit dem Abriss des Kamins, begannen symbolisch die Bauarbeiten am neuen Geschäftshaus. „Hochwertig“ soll das komplett sanierte Haus mit neuer Fassade werden, so das Versprechen der neuen Eigentümer.

Edeka kommt

Michael Ehret und Stefan Klein stehen hinter der Firma „ehret+klein“, die aus dem einstigen Kaufhaus ein Gebäude mit sogenanntem Nutzungsmix machen werden. Handel und Büros sollen einziehen. Fest steht jetzt schon, dass im Erdgeschoss und im Obergeschoss der Lebensmittelmarkt EDEKA auf rund 2.000 Quadratmeter Fläche einzieht und voraussichtlich im Herbst 2018 eröffnet. Die restlichen Flächen können als Büroflächen angemietet werden. „Es gibt eine große Liste an Bewerbern, aber vermietet ist noch nicht. Wir gehen jetzt in die Vermietung“, erklärt Michael Ehret. Besonders am Projektentwickler ehret+klein aus Starnberg ist: Das Unternehmen tritt nicht nur als Investor auf, sondern wird das Geschäftshaus im eigenen Bestand halten, ehret+klein bleiben also die Eigentümer.

Auch wenn sich die Stadt sowie die Laimer Bürger Wohnungen und auch eine soziale Nutzung wie etwa einen Bürgersaal oder auch Kinderbetreuungseinrichtungen im alten Klinkerbau gewünscht hätten, so ist man jetzt einfach nur froh darüber, dass überhaupt etwas voran geht. „Wir haben dafür gekämpft, dass hier Gewerbe hereinkommt“, verrät Michael Ehret. Der Bezirksausschuss lobt jetzt und verzichtet auf weitere Forderungen: „Ich glaube der Mix ist ganz gut. Arbeitsplätze und Einkaufen bleiben im Viertel“, so Josef Mögele. Zwar werde es nun wieder einmal Engpässe für Radler und Fußgänger geben, wenn gebaut wird. „Aber das wird sich lohnen.“

Fertigstellung 2018

Ein Generalunternehmen ist bereits beauftragt und hat sich an die Arbeit gemacht. Bis Ende des Jahres soll der Rückbau beendet, bis Ostern 2018 will man mit dem Rohbau fertig sein. Die Fertigstellung des Geschäftshauses ist für Ende des nächsten Jahres vorgesehen. Der Klinker wird weißem Putz und kühlem Glas weichen. Ein viertes Geschoss wird auf den Bau gesetzt, rechts und links wird zur Nachbarbebauung angeschlossen. Im Inneren aber will man einiges erhalten: „Den Industriecharakter soll man noch sehen. Die Stahlträger zum Beispiel werden sichtbar bleiben“, so Michael Ehret. Aus dem ehemaligen Beck-Haus, das bis in die 90er Jahre als echte Institution galt und herrschaftliches Einkaufen versprach, soll damit ein modernes Geschäftshaus mit „hochwertigen Gewerbe“ werden, so das Vorhaben. Wie das neue Haus dann heißen wird? „Fürst 21“? „Vielleicht fällt dem Investor ja noch etwas Besseres ein“, schmunzelt Mögele.


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