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Glockenmuseum in der Glockengießerei

Das Laimer Museum bleibt vorerst ein Traum

In der denkmalgeschützten ehemaligen Glockengießerei in Laim soll ein Museum entstehen – dafür hat sich der Bezirksausschuss auf Initiative eines Stadtteilbewohners eingesetzt. (Bild: kö)

Ein eigenes Museum, das in München, ja sogar in Bayern einzigartig wäre und idealerweise auch noch Bezug zum Gebäude hätte, in dem es untergebracht wäre – ein Traum, den die Laimer in den letzten Wochen zu träumen wagten. Auf Initiative eines Stadtteilbewohners machte sich der Bezirksausschuss (BA) Laim dafür stark, dass im denkmalgeschützten Gebäude der ehemaligen Glockengießerei Oberascher an der Mitterhoferstraße 7 ein Glockenmuseum einzieht. Die Klänge verschiedener Glocken sollten dort ertönen, wo vor 100 Jahren einmal Glocken gegossen wurden – und interessierte Kultur-Touristen nach Laim bringen.

Das Kulturreferat kann diesen Traum zunächst aber nicht unterstützen. Der Grund: Das Gebäude befindet sich nicht im städtischen Eigentum, sondern ist in Privatbesitz und wird derzeit als Werkstatt eines Metall verarbeitenden Betriebes genutzt. „Somit besteht aktuell nach Auffassung des Kulturreferats gar keine Möglichkeit dort eine öffentliche kulturelle Nutzung einzurichten“, erklärt das Kulturreferat den Sachverhalt. „Etwas anderes“ könnte sich laut Kulturreferat ergeben, „wenn in der Zukunft vom Eigentümer dieses Grundstücks zusammen mit den Eigentümern der beiden Nachbargrundstücke und in Absprache mit dem Planungsreferat eine andere Nutzung für das Gebäude der ehemaligen Glockengießerei und die beiden derzeit unbebauten Grundstücke entwickelt werden sollte". Das Kulturreferat wäre dann gerne bereit, bei Bedarf und zu gegebener Zeit an der Realisierung eines Laimer Museums mitzuwirken.


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