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Naturerlebnistag

Bund Naturschutz zu Besuch in der Verbandsgrundschule

Verständnis für die Natur wecken: Im Rahmen eines Naturerlebnistages war die Biologin Ulrike Weiss in der Klasse 2d der Verbandsgrundschule zu Gast. (Bild: BN)

Um bei den Kindern das Verständnis für die Natur zu wecken, hat die Kreisgruppe Dachau im Bund Naturschutz das Projekt der Naturerlebnistage für Kindergärten und Grundschulen ins Leben gerufen, das schon seit Jahren mit Erfolg läuft und deshalb auch vom Bayerischen Umweltfonds gefördert wird. In diesem Rahmen besuchte Ulrike Weiss vor kurzem die Klasse 2d der Verbandsgrundschule in Karlsfeld. Die Biologin und Umweltpädagogin erfüllt ein Thema des Lehrplans, nämlich die „Hecke“, mit Leben. „Erfreulich war zu sehen, dass doch viele Tiere und Pflanzen der Hecke den Kindern bekannt waren“, betont Erika Seidenspinner von der Bund Naturschutz-Ortsgruppe Karlsfeld.

Besonderen Eindruck auf die Schüler habe ein Vogelnest mit Gelege gemacht, das den Lebensraum für Tiere und Pflanzen symbolisieren sollte. „Ihre Verantwortung für die Natur zeigten die Kinder, als sie nicht locker ließen bis sie sicher waren, dass es sich um ein wirklich verlassenes Nest handelte“, erzählt Erika Seidenspinner. Des Weiteren ging es auch darum, spielerisch die übrigen Bedeutungen einer Hecke zu finden: Sauerstoffproduktion, Wind-und Bodenschutz, Staubfilterung, Lebensmittelproduktion in Form von Marmelade aus Beeren und vieles mehr.

Blätter-Memory

Draußen an der Würm wurden die Kinder dann zu zweit, unter anderem mit einer Kamera, losgeschickt. Dabei mussten sie sich Blätter merken und sie später suchen. „Gemeinsam wurden dann Form, Farbe, Größe, Maserung, kurz gesagt alle Merkmale der gesammelten Blätter bestimmt“, so Erika Seidenspinner weiter. „Allerdings machten die Namen noch Schwierigkeiten, wurden daher intensiv wiederholt und ihre Kenntnis durch Wettspiele vertieft.“ Beim Blätter-Memory sei dann richtige Begeisterung aufgekommen.

„In einer Hecke war noch eine Schnecke aufgetaucht, deren Besonderheiten die Kinder in Erstaunen setzten“, berichtet Erika Seidenspinner. „Hat sie doch auf den ersten beiden Fühlern ihre Augen sitzen, die sie bei Bedarf mitsamt dem Fühler einziehen kann und auf den beiden zweiten Fühlern ihre Riechorgane. Da sie selbst auf das wildeste Gebrüll der Kinder nicht reagierte, wurde glaubhaft gemacht, dass sie nicht hören kann.“ Zum Abschluss gab es für die Kinder im Klassenzimmer eine Kostprobe verschiedener Marmeladen – nämlich Hagebutte, Stachelbeere, schwarze Johannisbeere und Himbeere, „alles Heckenfrüchte, serviert auf einem Stückchen Brot“, so Erika Seidenspinner. „Damit fand der Naturerlebnistag einen krönenden Abschluss.“


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