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Miteinander nicht nebeneinander

Neues vom geplanten Mehrgenerationenhaus in der Ludlstraße

Das Mehrgenerationenwohnhaus entsteht etwa hier im Bauabschnitt 2, angrenzend zum Ida-Schumacher-Weg. (Bild: bb)

Vor rund vier Jahren war Christian Reinhold von der Evangelisch-Freikirchlichen Gemeinde (EFG) Großhadern im Bezirksausschuss (BA), um das Konzept vorzustellen, mit dem man sich bei der Gewofag für ein Mehrgenerationenhaus im geplanten Neubaugebiet Ludlstraße beworben hatte, und das Stadtteilgremium um wohlwollende Unterstützung zu bitten. Jetzt starten die Bauarbeiten für das neue Quartier, die EFG-Großhadern hat einen Kooperationsvertrag mit der städtischen Wohnungsbaugesellschaft und Christian Reinhold wurde in der Oktobersitzung des Lokalparlaments erneut vorstellig, um über das Fortschreiten des Projekts zu berichten.

Aktiv einbringen

Anders als ursprünglich angedacht wird nun kein Trägerverein zwischengeschaltet, sondern die Gewofag wird die Mietverträge selbst machen. Da im Laufe der Planungen das Gebäude aufgestockt wurde, sind es nun auch ein paar Wohnungen mehr, die entstehen werden: nämlich insgesamt 19. Damit werden zwischen 50 und 60 Menschen Platz im Mehrgenerationenwohnhaus finden. Geplant sind Zwei- bis Vier-Zimmerwohnungen, die zum Teil im München Modell, zum Teil freifinanziert vermietet werden.

Die Evangelisch-Freikirchliche Gemeinde hat einige Leitlinien entwickelt, die zum Gelingen der Hausgemeinschaft beitragen sollen. Dazu gehört, dass sich die Hausbewohner aktiv einbringen und Interesse am gemeinsamen Wohlergehen zeigen sollen. Um dies verwirklichen zu können und die Möglichkeit der täglichen Begegnung zu schaffen, wird im Erdgeschoss ein zentraler Gemeinschaftsraum entstehen. Für diesen zeichne sich jedoch, wie Christian Reinhold berichtete, eine höhere Miete als für die einzelnen Wohnungen ab – und diese muss auf die Miete der künftigen Bewohner umgelegt werden. Für die Wohnungen würde eine Miete von 11 bis 12 Euro pro Quadratmeter anfallen, für den Gemeinschaftsraum sei eine Miete von 14 Euro pro Quadratmeter im Gespräch. Das sei schwierig zu vermitteln, meinte Reinhold. "Mit 14 Euro gefährden wir das Konzept." Es bat das Lokalparlament deshalb um eine Bewertung  der Bedeutung und Nachhaltigkeit des Projekts und um ein Votum für eine Sondermiete auf der Gemeinschaftsfläche. Der BA beschloss daraufhin einstimmig, das Projekt weiter zu unterstützen und dies auch an die Gewofag zu kommunizieren.

Informationstag am 4. November

Läuft alles nach Plan, soll das Haus im Herbst 2019 fertiggestellt werden. Wer sich für das Mehrgenerationenhaus interessiert, hat bei einem Informationstag am Samstag, 4. November, um 16 Uhr im Gemeindehaus der Evangelisch-Freikirchlichen Gemeinde (Großhaderner Str. 15) die Gelegenheit, sich über den Sachstand zu informieren, Fragen zu stellen und andere Interessierte kennenzulernen. Vor allem junge Familien sind herzlich willkommen, da bisher vor allem ältere Menschen wegen des Projekts an die EFG herangetreten sind.


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