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Gut gestimmt

"Danke schön" für die Musiknacht

Erfahrungsaustausch mit Oberbürgermeister Andreas Haas (rechts) und Kulturamtsleiterin Medea Schmitt (2.v.li.). Jakob Brunner, Bernhard Brunner, Ulrike Dahme und Christian Schramm. (Bild: pst)

"Wer etwas genossen hat, der darf "Danke" nicht nur denken, er muss es auch sagen. Und zwar laut und deutlich", meinte Oberbürgermeister Andreas Haas. Er hatte die Akteure der Germeringer Musiknacht in das Stadthallen-Restaurant Agua zu Getränken und Häppchen eingeladen. Damit wollte er die Aktiven stellvertretend für die 2.000 Besucher der Musiknacht würdigen. 34 Gruppen mit über 600 Mitwirkenden hatten an diesem Abend bis Mitternacht auf allen Bühnen der Stadthalle getranzt, gesungen und gespielt. "Sie haben das Haus gerockt, ganz gleich ob mit mittelalterlichen Weisen, klassischen Orchesterwerken und Chorgesängen, mit traditioneller Volksmusik, mit Jazz, Rock oder Hiphop", freute sich Haas.

Die meisten der Musiker sind übrigens Laien. "Das zeigt, dass in Germering viele Kulturtreibenden leben, die ihre Freizeit damit verbringen, wochenlang für Events wie die Musiknacht zu üben", meinte Haas. Das sei ein "wichtiges und sehr schönes Aushängeschild für Germering, das man leider nicht auf Blechschildern unter den vier Ortsschildern aufhängen kann", so Haas.

Unter der Dusche das Singen entdeckt

Gemeinsam mit Stadthallenleiterin Medea Schmitt zogen sie von Tisch zu Tisch, um sich mit den Musikern zu unterhalten. Zum Beispiel mit Chorleiter Christian Schramm und den Mitgliedern der Pfarrsingschule und des Vocal-Ensembles St. Martin. "Wir singen sogar achtstimmig", freute sich Ulrike Dahme. Mit dabei ist der 15-jährige Jakob Brunner. Für ihn ist Singen eine Leidenschaft, die er im Chor, in der Big Band, aber auch in der Schulband "Murphy's Law" auslebt. Begonnen hat Brunner übrigens ganz klassisch mit "Singen unter der Dusche". Am dritten Advent geben sie ab 17 Uhr ein Konzert in der alten Pfarrkirche St. Martin.

Die zwölfjährigen Mädchen Anna-Lena, Elisabeth und Anna sind fast schon Profis im Chor. "Ich singe im Chor seit ich fünf Jahre alt bin", erklärte Anna. Mittlerweile dürfen die Mädels kleine Soli singen. Mit ihren hellen Stimmen begeistern sie zum Beispiel beim Krippenspiel. Auch der 16-jährige Philipp Oberparleiter ist bereits ein Könner auf dem Akkordeon. Seit zehn Jahren hat er Unterricht, seit vier Jahren spielt er im Akkordeonorchester Funtasten, "am liebsten Jazz", verrät er. Am Dienstag, 5. Dezember, tritt das Orchester beispielsweise auf dem Christkindlmarkt vor der Stadthalle auf.

Vielseitig ist das Repertoire des Germeringer Gitarrenquartetts. "Von Barock bis Pop", zählt Michael Gallenberger auf. Seit sechs Jahren spielt die Gruppe zusammen. Der Kontakt habe sich zufällig im Musikgeschäft ergeben. Hier wird auch geprobt. Neues Projekt ist eine Benefizveranstaltung bei der zu lyrischen Texten von Bettina Stahl gespielt wird.

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