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Die Vielfalt des Fairen Handels

Germeringer Aktionen zur Fairen Woche 2017

Yhony Yanzaguano und Marcelo Matute aus Ecuador berichteten in der Jesus-Christus-Kirche Wissenswertes über Produktion und Absatz ihrer fair gehandelten Produkte. (Bild: Veranstalter)

Ziel der gemeinsamen Veranstaltungen der Fairtrade-Stadt Germering und der Weltoffen Germering – Weltladen e.G. zur Fairen Woche 2017 war es, die vielfachen Anforderungen an den fairen Handel dem breiterem Publikum näher zu bringen. In vier Veranstaltungen wurden deshalb die breit gefächerten Themen präsentiert.

Mit dem Film „The True Cost- der Preis der Mode“ wurden am 15. September in der BlackBox der Stadthalle und dem anschließenden Nachgespräch die Problematik der „Fast Fashion“ von der Rohstofferzeugung der Baumwolle, der Situation der Näherinnen in Bangladesh und Pakistan, bis hin zur ruinösen Wiederverwertung der „überschüssigen“ Textilproduktion in den Industrieländern und dem teilweisen Rücktransport, überwiegend auf den afrikanischen Kontinent transparent dargestellt.

Zwei Filmabende

Zweite Station war der offene Abend des Weltladens am 21. September, an dem über die Produktions- und Zertifizierungsbedingungen für fair gehandelten Wein aus Argentinien und Südafrika ebenso informiert wurde, wie über die Einkommenssituation der Beschäftigten und die „ökologischen Fußabdrücke“ der Importwege. Auch der Wein von Libera Terra, dem befreiten Mafialand im Süden Italiens war zu verkosten.

Beim zweiten Filmabend am 23. September wurden die vielfachen Möglichkeiten der alternativen Versorgung, Finanzierung und des Vertriebs dargestellt. „Tomorrow – die Welt ist voller Lösungen“ zeigte eindrucksvolle Möglichkeiten, aber auch Notwendigkeiten, warum ein „weiter so“ an den Erfordernissen einer nachhaltigen, weltweiten Entwicklung der Nahrungsmittelproduktion vorbeigeht.

Gäste aus Ecuador

In der Schlussveranstaltung am 27. September vor gut 40 Gästen in der Jesus-Christus-Kirche erläuterten Yhony Yanzaguano und Marcelo Matute von der Produzentenvereinigung Urocal aus Ecuador die Produktionsbedingungen, die Absatzmöglichkeiten und die vielfachen Anstrengungen für ihre nachhaltige Produktion fair gehandelter Bananen und anderer Südfrüchte. Auch Schülerinnen und Schüler des Max-Born-Gymnasiums waren zahlreich vertreten, findet dort doch in diesem Schuljahr ein diesbezügliches P-Seminar statt. Beim Genuss der vorbereiteten Süßspeisen, Kuchen und Getränke wurde der Informationsaustausch lebhaft fortgesetzt.

Fazit der Veranstalter: Germering nimmt als Fairtrade Stadt seine Rolle zunehmend ernst und möchte der Bewegung Rückenwind verleihen.


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