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Kerzen des Mitgefühls

Gymnasium Fürstenried organisierte wieder Lichterkette und Spenden

Bereits zum sechsten Mal wurde die Lichterkette am Gymnasium Fürstenried durchgeführt. (Bild: Silke Schmidt)

"Solidarität mit Kindern in Armut" – so lautete das diesjährige Motto der Lichterkette, die das Gymnasium Fürstenried wieder mit seinen Schülern initiiert hatte. Vor der Schule erstreckte sich die Kette von der Kirche St. Matthias bis zur Andreaskirche. Während einer Schweigeminute, in denen alle Teilnehmer an Kinder in Not dachten, läuteten die Glocken der beiden Gotteshäuser.

Zeichen der Solidarität

Ziel der Aktion ist es, bei den Schülern ein Bewusstsein dafür zu schaffen, unter welchen Lebensbedingungen weniger privilegierte Kinder sowohl in Armutsländern, aber auch in Deutschland leben. Die Lichterkette ist dabei ein symbolisches Zeichen für Solidarität. In diesem Zusammenhang wurde mit den Schülern auch besprochen, was dieser Begriff bedeutet und was es heißt, sich solidarisch zu zeigen.

Damit es aber nicht nur bei theoretischen Überlegungen blieb, sondern die Schüler auch wirklich aktiv wurden und sich engagierten, erhielten die Jugendlichen im Religions- oder Ethikunterricht, die Möglichkeit, sich über Hilfsprojekte zu informieren und sich anschließend selbst zu engagieren. Gelegenheit gibt es dazu genug im Gymnasium Fürstenried. Denn seit inzwischen 34 Jahren gibt es die Burkina Faso-Gruppe in der Schule, und seit inzwischen 17 Jahren wird am Weihnachtsbasar für den Projektpartner Sewa e.V. (Sonnenenergie für Westafrika) gesammelt. Der Verein elektrifiziert Schulen und Krankenstationen in Dörfern, die nicht an das staatliche Stromnetz angegliedert sind.

Schulfamilie engagiert sich

Zudem haben auch in diesem Jahr wieder viele Schüler Weihnachtspäckchen für die Johanniter-Weihnachtstrucker gepackt. Die Geschenke gehen an von Armut betroffene Kinder in Südosteuropa und enthalten Dinge wie Mal- und Spielsachen, aber auch Hygieneartikel und Grundnahrungsmittel. "Jedes Päckchen ist ein Zeichen der Solidarität und der Hoffnung, dass diese Menschen nicht vergessen sind", freut man sich im Gymnasium Fürstenried.

Und schließlich gehen auch Spenden an ein regionales Hilfsprojekt, das von der SMV (Schülermittverwaltung) ausgewählt wird.

Das sagen die Schüler

Die Lichterkette, organisiert von der Fachschaft Ethik, wurde nun inzwischen zum sechsten Mal am Gymnasium Fürstenried durchgeführt. Wie das die Schüler finden, dazu haben einige von ihnen selbst Stellung genommen.

Sophie (5. Klasse): "Ich nehme an der Lichterkette teil, weil ich es schrecklich finde, dass Kinder in Armut leben und nicht das haben, was wir haben. Ich möchte deshalb ein Zeichen gegen Ungerechtigkeit setzen.

Mertay (7. Klasse): "Ich finde, die Lichterkette ist etwas Gutes, weil wir dadurch andere Menschen, die die Aktion sehen oder diesen Zeitungsartikel lesen, auf dieses Thema aufmerksam machen und somit mehr bewirken können."

Zilan (8. Klasse): "Meine Kerze widme ich armen Kindern, weil diese auch das Recht haben sollten – genauso wie wir – ein erfülltes und glückliches Leben zu führen. Ich nehme mir auch vor, nicht nur an den in der Schule durchgeführten Hilfsaktionen teilzunehmen, sondern auch Spielzeuge, die ich nicht mehr benötige, ärmeren Kindern zu schenken, denn ich will, dass sie glücklich werden und sich freuen. Mit der Lichterkette wollen wir andere Menschen dazu anregen, uns bei unseren Aktionen zu unterstützen."

Sonja (9. Klasse): "Ich denke, mit der Lichterkette können wir ein Zeichen setzen und andere auffordern, ebenfalls etwas für Mitmenschen zu tun."


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