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Die Bühne gehört ihnen

Bandcontest "Soundcheck in..." im Bürgersaal Fürstenried

Stella Sezon schreibt eigene Lieder und lässt sich von R'n'B, Soul, HipHop und Pop inspirieren. (Bild: Timothee Mille )

Rund 30 Musiker haben sich beworben: Solisten, Duos, Bands. Nur fünf haben es unter dem kritischen Blick der Fachjury in die Endrunde geschafft. Jetzt ist die Zeit für ihren großen Auftritt gekommen: Am Samstag, 17. März, stehen die Finalisten des Bandcontests "Soundcheck in..." im Bürgersaal Fürstenried an der Züricher Straße 35 auf der Bühne. Los geht es um 19.30 Uhr, bereits um 19 Uhr ist Einlass.

Im letzten Jahr hat das Konzert in Aubing eine Menge Zuschauer angelockt, heuer ist der Münchner Süden "Soundcheck in..."-Ort. Der Bandcontest ist eine Veranstaltung des Kulturreferats der Landeshauptstadt München und wird vom Kooperationspartner BangBang! Concerts organisiert.

Publikum und Jury entscheiden

In Fürstenried stehen im Finale: die bayerische Mundart-Rockband Taktlos ltd, außerdem die Solokünstler Benedikt Tworek und Thomas Rodenbach, ersterer mit Jazz, Klassik und Neo-Soul, zweiterer mit Pop und Rock. Um den Gewinn kämpfen auch die Gruppe Kopfeck mit Mundart-Pop-Rock und Stella Sezon mit einer Mischung aus HipHop und Pop. Neben dem ersten großen Auftritt warten auf die Gewinner des "Soundcheck in..." Preise, die sich sehen lassen können – unter anderem ein Auftritt bei "Munich Rocks!" im Ampere im Muffatwerk oder ein Studiobesuch bei der Sendung "Kanalratten" im Störfunk. Wer der Beste ist, entscheidet das Publikum gemeinsam mit der Jury. Juroren sind Redakteur Dirk Wagner, Thomas Linsmayer vom Trägervereins des Bürgersaals, Nikola Strnad von BangBang! Concerts und die Musiker von "The Mimics" – sie haben im letzten Jahr in Aubing gewonnen.

Es gibt also ordentlich was zu hören beim "Soundcheck in Fürstenried" – spannende Nachwuchsmusiker aus verschiedensten Genres, die ihre Auftritte unvergesslich machen wollen. Der Eintritt ist frei.

Musiker des "Soundcheck in Fürstenried":

Taktlos ltd.

In Münchner Mundart spielen Taktlos ltd. rockige Eigenkompositionen. In witzigen Texten geht es um das Leben, Beziehungen und die Arbeit: bayerische Ansichten aus dem Alltag, präsentiert mit viel Spaß, Rhythmus und Drive. Unter www.taktlos-ltd.de gibt es im Internet weitere Informationen.

Benedikt Tworek

"Mit sechs Jahren habe ich begonnen, Klavierunterricht zu nehmen und dabei meine Liebe zur Musik entdeckt", erzählt Benedikt Tworek. Er hat bei vielen inspirierenden Lehrern aus den Bereichen Jazz, Klassik und Neo-Soul seinen musikalischen Erfahrungsschatz erweitert. Improvisationsunterricht hat Tworek gezeigt, dass Musik mehr ist als das Wiederholen von Tönen. "Für mich bedeutet das Spiel ohne Noten grenzenlose Freiheit." Das habe ihm geholfen, seinen eigenen Stil zu entwickeln. Gegensätzliche Einflüsse aus Klassik und Jazz auf der einen und Improvisation auf der anderen Seite sind auch heute Ausgangspunkt von Tworeks eigenen Werken. "Beim Komponieren liebe ich es, Stimmungen und Emotionen meiner Umgebung einzufangen, mit meinen Gefühlen zu verbinden und in die Klaviatur fließen zu lassen." Musik bedeutet für den jungen Künstler "Entspannung und Lebensglück".

Thomas Rodenbach

Normalerweise steht Thomas Rodenbach mit seiner Pop-Rock-Formation Rodenbach auf der Bühne. Zum "Soundcheck in..." kommt er alleine. Auch solo gelingt es ihm, die Dinge zu transportieren, für die seine Band unter anderem als "Newcomer 2016" von Radio Energy ausgezeichnet wurde: Rodenbach vollführt einen eindrucksvollen Spagat zwischen nachdenklicher Stimmung und kraftvollen Titeln. Das Selbstverständnis des Musikers von seinem Schaffen lässt sich auf ein Wort verdichten: bewegend. Unter www.rodenbachmusic.com sind im Internet weitere Informationen erhältlich.

Kopfeck

Songwriter Rudolf Wiesent erzählt erlebte, erträumte oder erdachte Geschichten in unverkennbar bayerischer Mundart: voll melancholisch-tiefgründiger Poesie und Vieldeutigkeit. Seine Themen nimmt der Sänger der Pop-Rock-Band direkt aus dem Leben – so wie es ist und wie es jeder kennt: mal lustig, mal traurig, mal laut, mal leise, mal Ballade, mal Rock'n'Roll, die großer Liebe und der große Kummer, das Glück in den Händen und die Tücken des Alltags im Nacken, mal ganz weit runter, mal in höchste Höhen. Ihre Musik präsentieren Kopfeck absolut aufrecht und unverfälscht, meist politisch unkorrekt, immer entwaffnend komisch, heimatverbunden und romantisch. Wiesent beherrscht auch die leisen Töne und lässt stets Menschenfreundlichkeit, Liebe und tiefe Lebensfreude durchblicken. Seine Band bewegt sich dazu zwischen Pop und Rock, mit Ausreißern in Country, Blues, Reggae, Funk und Weltmusik – immer ehrlich und handgemacht: ein Sound, wie er nur aus Bayern kommen kann. Unter www.kopfeck.band gibt es online weitere Informationen.

Stella Sezon

Ursprünglich kommt Stella Sezon aus der Ukraine, heute lebt die Musikerin in München. Sie kam nach Europa, um sich von anderen Kulturen inspirieren zu lassen und ihre Kunst weiter zu entwickeln. Vorbilder sind Größen wie Beyonce, Alicia Keys, Rihanna oder Floetry. Sezon schreibt eigene Lieder unter dem Einfluss unterschiedlicher Stile: R'n'B, Soul, HipHop und Pop – eine harmonische, originale Mischung der Genres. Die Texte behandeln Fragen des Alltags: Sezon konfrontiert Emotion mit Emotion, ihre Lieder beschreiben Lebenssituationen, die Menschen ermuntern, aufeinander zuzugehen. Mit würziger Stimme und elegantem Stil überrascht die Musikerin das Publikum. Unter www.stellasezon.com sind im Internet weitere Informationen erhältlich.

"Verlierer gibt es nicht"

Juror Dirk Wagner: "Als Juror genieße ich den Luxus viele neue oder zumindest noch unbekannte Bands kennen zu lernen. Da der Bandcontest zudem auch verschiedene Veranstaltungsorte der Stadtteilkultur bespielt, lerne ich darüber hinaus, wie auch die Zuschauer und die Bands, neue Konzerträume kennen. Für die Musiker ergeben sich daraus nicht selten Kontakte zu anderen Veranstaltern. Und natürlich auch zu mir, der oft danach aufmerksam wurde, wenn ich den Namen einer der Bands in einem anderen Kontext wahrnahm. Angenehm am Wettbewerb finde ich zudem, dass der Wettbewerbscharakter dank eines sehr aufgeschlossenen Publikums einer viel schöneren Festivalstimmung weicht. Verlierer gibt es an diesem Abend darum ohnehin nicht!"


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