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Neues Fredl

Jugendtreff bekommt einen Neubau

Auf dieser Grafik sieht man wie das neue Fredl einmal aussehen wird. (Bild: Pfetschner und Steffan Architekten und landschaftsentwicklung kroitzsch)

Für die Jugendlichen zwischen zehn und 21 Jahren am Westkreuz ist „AWO‘s Fredl“ seit 1995 eine beliebte Anlaufstelle zum Chillen, andere Leute treffen, aber auch um die Freizeit-, Lern- und Beratungsangebote anzunehmen.

Das Provisorium, das aus acht Containern besteht, soll endlich einem Neubau weichen. Einen Grundsatzbeschluss für das Projekt hat der Kinder- und Jugendhilfeausschuss des Stadtrates bereits gefasst.

Auch wenn der Jugendtreff gemütlich eingerichtet ist, das Raumkonzept und die Ausstattung entsprechen nicht mehr den heutigen Ansprüchen an eine moderne Freizeitstätte. Das soll jetzt anders werden. Schließlich stellt die Einrichtung neben dem Bolzplatz am Abenteuerspielplatz an der Mainaustraße den einzigen Treffpunkt für Jugendliche am Westkreuz dar. Noch dazu verjüngt sich der gesamte Stadtbezirk derzeit wegen der vielen Bautätigkeiten, so dass das „Fredl“ in Zukunft mit einer größeren Besucherzahl rechnet. Eine schöne, moderne Jugendeinrichtung könnte einen wichtigen Beitrag zur Integration der Neubürger leisten, noch dazu, da sich das Haus auch für andere Nutzergruppen öffnen will.

Die Stadt hofft, dass durch ein attraktiveres Jugendzentrum sich vielleicht weniger Jugendliche an der Ladenzeile am Ramses-Hochhaus aufhalten würden, denn hier gibt es immer wieder Beschwerden wegen des Lärms.

Und das ist geplant:

Das Stadtjugendamt plant ein – inklusive Lagerräume – 445 Quadratmeter großes Haus an der Bodenseestraße 186. Es soll energetisch nachhaltig errichtet werden mit Fotovoltaik und Wärmepumpe. Für die Jugendfreizeitstätte ruft die Stadt Fördergelder in Höhe von 1,4 Millionen Euro ab. Dazu kommt eine Freifläche von rund 1500 Quadratmeter, die in Zusammenarbeit mit dem Bund Naturschutz gestaltet werden wird. Der Bund Naturschutz möchte hier mit Mitteln aus einer Erbschaft einen neuen "Magdalenenpark" schaffen. Es soll ein sogenannter "Klimapark" werden. Hier wird es umweltpädagogische Angebote geben und die Bedürfnisse von Pflanzen und Tieren sollen mit denen der Menschen in Einklang gebracht werden. Im Gegenzug wird der Bund Naturschutz Räume von der Stadt im Neubau anmieten und Cafeteria und Mehrzweckräume mitbenutzen.

Um den Grünzug mit dem Jugendzentrum zu verbinden, soll es einen rund 15 Meter breiten „Durchstich“ auf dem Fredl-Grundstück geben.

Auf dem städtischen Grundstück hat derzeit noch ein Autohändler sein Geschäft. Der Mieter wird das Gelände bis zum Beginn des Baus in rund zwei bis drei Jahren geräumt haben. Während der Bauzeit bleibt das alte Fredl bestehen, damit der Betrieb weiter gehen kann. Erst wenn der Neubau bezogen worden ist, soll die Containeranlage entfernt und die Freifläche angelegt werden.

 

 

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