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„Gute Idee“

In der St.-Johann-Straße sollen Bäume gepflanzt werden

Im Rahmen eines Ortstermins mit Verantwortlichen der Stadt München möchte der Bezirksausschuss Allach-Untermenzing klären, in welchem Bereich der St.-Johann-Straße die Bäume gepflanzt werden sollen. (Bild: sb)

Die St.-Johann-Straße soll begrünt werden. Das Baureferat hat einen entsprechenden Antrag des Bezirksausschusses Allach-Untermenzing (BA 23), der auf die Initiative einer zehnjährigen Anwohnerin zurückging, positiv beschieden. Dem Gremium war wichtig, dass im Rahmen der Begrünung der Entfall von Parkplätzen ausgeschlossen wird. „Von Hausnummer 2 bis Hausnummer 8 ist eine Begrünung auf der Nordseite der Straße voraussichtlich ohne Entfall von Parkmöglichkeiten möglich“, erklärt das Baureferat nun in einem Schreiben an das Lokalparlament. Gleichzeitig könne die St.-Johann-Straße enger gefasst und der Kreuzungsbereich optimiert werden. Ab Hausnummer 10 bis zur Kreuzung mit der Eversbuschstraße sei eine Baumpflanzung nur machbar, wenn vereinzelte Stellplätze, nämlich zwei Stück pro Baumstandort, entfallen.

Die Initiatorin des Antrags, die die fünfte Klasse im Louise-Schroeder-Gymnasium besucht, wohnt nach Angaben des Baumreferats in dem Bereich der St.-Johann-Straße, in dem vereinzelt Parkplätze entfallen würden. Man schlage daher vor, das Projekt trotz des Stellplatzentfalls weiter zu verfolgen. „Ich wollte mich grundsätzlich schon mal bedanken, dass der Bezirksausschuss meine Idee mit der Baumpflanzung aufgegriffen und sich dafür eingesetzt hat“, betonte die Zehnjährige auf der jüngsten Sitzung des BA 23. Ihrem Vater ist allerdings die Vorgehensweise des Baureferats nicht ganz klar: „Mir fällt es schwer nachzuvollziehen, warum auf der einen Seite der Straße Bäume gepflanzt werden können und auf der anderen Seite nicht.“

Ortstermin

Grundsätzlich freue man sich natürlich darüber, dass eine Baumpflanzung in der St.-Johann-Straße möglich sei, sagte Heike Kainz, die Vorsitzende des BA 23. Auch Falk Lamkewitz sieht dies positiv: „Ich bin dafür, dass auf der Nordseite Bäume gepflanzt werden“, betonte der Grünen-Fraktionssprecher, „aber auf keinen Fall auf der Südseite, weil dann die Sicht in die Georg-Reismüller-Straße erschwert ist.“ Es könnte möglich sein, dass es im Mündungsbereich der Kreuzung vielleicht Probleme geben könnte, erklärte ein weiterer Anrainer. „Das ist aber doch kein Grund, weshalb man auf der Südseite keine Bäume pflanzen kann“, so der Mann weiter. Fritz Schneller (SPD) schlug vor, einen Ortstermin mit Verantwortlichen der Stadt zu vereinbaren. „Das ist eine gute Idee“, fand auch Stadträtin Heike Kainz. „Wir werden unsere Entscheidung im Anschluss daran den Anwohnern mitteilen.“

"Fühle mich nicht mehr wohl"

In ihrem Antrag erklärte die Zehnjährige im September vergangenen Jahres, dass der Verkehr in der St.-Johann-Straße immer schlimmer werde. „An die vorgeschriebenen 30 km/h hält sich so gut wie keiner bei uns, da die Straße ziemlich breit ist. Lkw bleiben am Ende aber oft stecken, da die St.-Johann-Straße zur Franz-Nißl-Straße deutlich schmäler wird.“ Deshalb mache ihr draußen das Spielen kaum noch Spaß. Durch die Autos und den Verkehr fühle sie sich nicht mehr wohl. Das Mädchen wies zudem darauf hin, dass die St.-Johann-Straße zwischen der Eversbusch- und der Franz-Nißl-Straße bereits mit Bäumen begrünt sei. Dies finde sie sehr schön, zumal auch die Autos in diesem Bereich deutlich langsamer fahren würden. Aus diesem Grund hatte sie den BA 23 gebeten, ihr Anliegen nach Baumpflanzungen im Bereich zwischen der Franz-Nißl- und der Georg-Reismüller-Straße zu unterstützen, was die Lokalpolitiker auch gerne getan haben.


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