| Ausgabe: | SamstagsBlatt |
| Woche: | 05 - 2012 |
| Autor: | red |
Die Pflegebranche boomt schneller als die übrige Wirtschaft. Das liegt nicht allein am zunehmenden Altenanteil in der Bevölkerung, auch schwindet die Möglichkeit der Pflege durch Angehörige. Ins Alten- und Pflegeheim geht man – oft aus Kostengründen - immer später, so gehört man mit 70 Lenzen noch zu den „Küken" im Altenheim. Eine gute Alternative ist da die ambulante häusliche Pflege. Der Pflegebedürftige bleibt in seiner gewohnten Umgebung und der/die oft noch gesunde LebenspartnerIn muss nicht gleichfalls ins Heim umziehen.
Den Boom im Pflegebereich belegt auch die Statistik: Zwischen 1996 und 2008 stieg die Zahl der Beschäftigten um 50 Prozent. Damit arbeiten mehr als 1,1 Millionen Menschen in der Branche. Und ca. 80 Prozent des Personals ist weiblich, obwohl der Beruf auch physische Körperkraft erfordert. Fachpersonal wird händeringend gesucht, größere Häuser zahlen sogar eine „Kopfprämie" an werbende Kollegen.
Doch was viele nicht wissen: Um- und Quereinsteiger aus anderen sozialen Berufen sind herzlich willkommen. Denn von den Arbeitgebern werden Sozialkompetenzen wie Zuverlässigkeit, Gewissenhaftigkeit, Wertschätzung, Bodenständigkeit und auch ein gewisser Idealismus mindestens genauso hoch eingeschätzt wie Fachkenntnisse. Sind diese Bedingungen erfüllt, lässt sich mit einem aufgeschlossenen Arbeitgeber sicherlich eine einschlägige Weiterbildung aushandeln. Somit haben auch bisher pflegende Angehörige der Generation 50+ wieder eine echte Chance für den ersten Arbeitsmarkt.
Vielfach denkt man beim Pflegeberuf an harte Arbeit. Dabei hat dieser Beruf durchaus seine Sonnenseiten: Für den alten Menschen bringt der/die PflegerIn Struktur in den Tagesablauf; meist wird der Besuch freudig erwartet und die Lebensqualität kehrt zurück. Und wenn man Dankbarkeit in den Augen der Menschen ablesen kann, wissen die Pfleger: Der Tag hat sich gelohnt.
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| Woche: | 05 - 2012 |
| Autor: | red |
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