Das Syndrom der unruhigen Beine (Restless Legs Syndrom oder RLS) ist eine häufige, meist genetisch bedingte neurologische Erkrankung, an der bis zu 10 % der Bevölkerung leiden. Früher wurde die Diagnose oft nicht gestellt, da diese Erkrankung auch bei Ärzten weitgehend unbekannt war, oft wurden die Patienten als psychisch krank dahingestellt.In den letzten Jahren haben sich erfreulicherweise die Behandlungsmöglichkeiten der Erkrankung ganz erheblich verbessert, so dass praktisch immer eine Beseitigung oder zumindest wesentliche Linderung der meist nächtlichen Beschwerden möglich ist. Zum Einsatz kommen viele Präparate aus der Parkinsontherapie, aber auch Antiepileptika und Opiate, also eigentlich Schmerzmittel. Oft besteht bei den Betroffenen eine starke Angst hinsichtlich möglicher Nebenwirkungen, ohne zu bedenken, dass die Auswirkungen praktisch immer vorhandener chronischer Schlafstörungen auf den Körper und die Psyche meistens deutlich schlimmer sind. Die Therapie gehört in die Hand eines mit dieser Erkrankung erfahrenen Neurologen, der auch auf oft vorhandene Begleiterkrankungen wie Schlafstörungen und Depressionen mit in das Therapiekonzept einbezieht und die Patienten über den richtigen Umgang mit diesen Substanzen und ihren möglichen Nebenwirkungen schult.
Fügen Sie hier Ihren Artikelkommentar hinzu.