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27.04.2010 - 12:49 Uhr
 

Standortförderung und Ortsplanung

Gemeinderat Planegg beschäftigt sich mit aktualisierter Version des Einzelhandelsgutachtens

Münchner Wochenanzeiger : Schon vor einem Jahr stellte sich die Planegger Bürgermeisterin Annemarie Detsch dem Standortdialog mit den Einzelhändlern. Nun diskutiert der Gemeinderat über eine neue Version des Handelsgutachtens. (Foto: US (Archiv))
 
Schon vor einem Jahr stellte sich die Planegger Bürgermeisterin Annemarie Detsch dem Standortdialog mit den Einzelhändlern. Nun diskutiert der Gemeinderat über eine neue Version des Handelsgutachtens. (Foto: US (Archiv))

Christian Hörmann, Projektleiter bei der Stadtentwicklungs-Gesellschaft „CIMA“, steht der Gemeinde Planegg bereits seit 2003 beratend in Sachen Einzelhandelsanalyse und -förderung zur Seite. Zur jüngsten Gemeinderatssitzung präsentierte er seine jüngste Studie zum Planegger Einzelhandel.

„Ich werde aufzeigen, wo die Stärken und Schwächen liegen und welche rechtlichen Möglichkeiten die Gemeinde hat, den Handel zu steuern“, kündigte Hörmann an. Prinzipiell sei Planegg und Martinsried gut aufgestellt. „In Martinsried allerdings sollte man die Dynamik, mit der sich die Verkaufsflächen verändern, im Auge behalten.“

Ziel sollte sein, dem Kunden einen Ort des Wohlfühlens zu bieten. „Wir brauchen eine Konzentration der Nahversorgung und wir müssen die Frequenzbildung in den Orten erhöhen. Das heißt, die Leute sollen möglichst gerne lange im Ort bleiben“, so Hörmann.

Magnetbetriebe als Frequenzbringer

Seit 2003 ist zwar die Kaufkraft um sieben Prozent gestiegen, doch die Gesamtverkaufsfläche um 13 Prozent gesunken. „Das liegt vor allem an den großen Schließungen von Obi, Penny und Edeka.“ Deswegen plädierte Hörmann, einen Lebensmittel-Vollsortimenter an den Planegger Bahnhof zu holen. „Sie schaffen damit einen Magnetbetrieb, der die Leute in die Bahnhofstraße zieht.“

Gegenüber den entstehenden Handelsriesen in Pasing und Freiham habe Planegg einiges zu setzen, meinte er. „Freiluft, Frischluft, Authentizität – das sind die individuellen Merkmale der Gemeinde.“ Die Planegger Einzelhändler hätten diesen Trend schon erkannt und sich vor kurzem als Verein in Gründung zusammengetan.

Bürgermeisterin Annemarie Detsch kündigte eine ausführliche Diskussion des Konzepts an. „Zuerst einmal sind alle Fraktionen gefordert, sich eine Meinung zu bilden.“ Das Gutachten müsse Teil der Ortsentwicklungsplanung sein und später in die Bauleitplanung einfließen. Detsch dazu: „Wir haben mit dem Gutachten die Möglichkeit zu schauen, welche Einzelhandelsbereiche wollen wir stärken, welche Nischen wollen wir fördern, und wo sollen später unsere Investitionen hinfließen.“

 
Artikelinfo
Ausgabe: Werbe-Spiegel
Planegg
Woche: 17 - 2010
Autor: U.S.

Rathaus Planegg

Pasinger Str.
82152 Krailling, Planegg, Martinsried

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