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26.01.2010 - 10:32 Uhr
 

Praktische Berufswahl

Erste Jobrallye in der Lochhamer Volksschule

Münchner Wochenanzeiger : Die Organisatorinnen der Jobrallye: Sandra Wagner und Sara Bozjak (v.l.). (Foto: US)
 
Die Organisatorinnen der Jobrallye: Sandra Wagner und Sara Bozjak (v.l.). (Foto: US)

„Heute könnt Ihr an zwölf Stationen ganz unterschiedliche Berufe praktisch ausprobieren“, forderte die Lochhamer Schulleiterin Monika Weikert ihre Achtklässler am vergangenen Mittwoch auf, als sie die Jobrallye des Arbeitskreises Hauptschule-Wirtschaft München Süd erstmalig in der Lochhamer Volksschule eröffnete. Auch andere Hauptschulen aus dem Münchner Süden nutzten das ziemlich einmalige Angebot und schickten ihre Achtklässler.

„Wir wollen die Schüler wirklich gut auf ihre Berufswahl vorbereiten“, erklärte Weikert am Rande. Eine Berufsmesse sei zwar auch von Vorteil. „Aber über das praktische Ausprobieren geht einfach nichts.“ Vom Handwerklichen über Werbestrategien, Inventuren, technisches Zeichnen, Salbenherstellung bis zum Tischdecken versuchte die Jobrallye so ziemlich jede Richtung von üblichen Berufsbildern abzudecken. Dazu demonstrierten Partnerfirmen des Arbeitskreises an je einer Station das Wesentliche ihres Berufes.

In kleinen Gruppen blieb den Jugendlichen rund zwanzig Minuten pro Station Zeit zur „Jobbewältigung“. „Da sieht man schon, wem die Sachen liegen und wer nichts damit anfangen kann“, meinte Manfred Rau von der Bauindustrie Bayern, „und die Jugendlichen bekommen ein Gefühl für ihre Talente.“

Bitte mit Feedback

Am Ende jeder Runde gab es für jeden Schüler eine Beurteilung, auf die sie und ihre Eltern zurückgreifen können. Auch im Unterricht wird das Erreichte in den nächsten Wochen weiter besprochen. „Die Fachlehrer werten die Bewertungsbögen mit den Schülern aus. Das ist wichtig für die Praktikumssuche und eine wirksame Bewerbung“, so Weikert. Außerdem gibt es eine interne Nacharbeitssitzung für die Klassenlehrer und die Fachlehrer der achten Klassen, was man nächstes Mal von der Organisation noch verbessern kann.

Auch im Arbeitskreis Hauptschule-Wirtschaft wird weiter am Projekt gefeilt. „Hauptproblem ist aber dort, noch weitere Betriebe zu finden, die sich an dieser Jobrallye beteiligen, damit andere Betriebe mal pausieren können und man sich in den Stationen abwechseln kann“, erklärte Weikert.

Nur Gewinner

Die Organisatorinnen Sandra Wagner und Sara Bozjak waren sichtlich zufrieden mit dem Auftritt in Lochham. In ihren „Heimatfirmen“,der Ludwig Beck AG und Saturn GmbH, sind beide für Ausbildung zuständig. „Die Jobrallye hat für alle Seiten unschlagbare Vorteile. Die Firmen können sich und ihre Anforderungen optimal präsentieren. Die Jugendlichen probieren sich aus und erhalten ein wahnsinnig wichtiges Feedback“, betonte Wagner. „Auch Eltern und Lehrer können die Jugendlichen besser einschätzen“, ergänzte Bozjak.

Beide bekämen bereits Anfragen aus ganz Bayern für die Jobrallye. „Alle suchen eben Azubis für die nächsten Jahre. Da ist eine solche Rallye optimal“, meinte sie weiter. Und wie zufrieden waren die Beteiligten aus der Wirtschaft? Rau dazu: „Wenn einer heute seinen Beruf gefunden hat, dann haben wir unser Ziel mehr als erreicht.“

 
Artikelinfo
Ausgabe: Werbe-Spiegel
Lochham
Woche: 04 - 2010
Autor: US

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