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06.12.2010 - 09:45 Uhr
 

Haching gegen Friedrichshafen

Sieg als Geschenk an den Hauptsponsor

 
(Foto: RO)
Münchner Wochenanzeiger : Generali Haching gegen Friedrichshafen. (Foto: RO)
 
Generali Haching gegen Friedrichshafen. (Foto: RO)
 
(Foto: RO)

„Herr Pfister hat mir vor kurzem gesagt, dass er sich einen Sieg gegen Friedrichshafen wünscht", eröffnete ein sichtlich entspannter Mihai Paduretu die Pressekonferenz nach dem Spitzenspiel, „wir haben ihm den Wunsch erfüllt." „Schließlich geht er zum Jahresende in den wohlverdienten Ruhestand, unterstützt uns aber natürlich weiter. Für ihn freut mich der Sieg heute unheimlich", sagte Hachings Trainer über den Vertriebsvorstand
des Hauptsponsors Generali.

Aber nicht nur Herr Pfister, auch die meisten anderen unter den 1350 Zuschauern freuten sich riesig über Hachings 3:2 (27:25, 23:25, 17:25, 29:27, 15:11) Sieg. Es war wieder so ein Spitzenspiel Haching gegen den VfB, das den Fans alles bot, den Spielern und Fans aber auch alles abverlangte: Spektakuläre Ballwechsel, abgewehrte Matchbälle, Gegner auf ausgeglichen hohem Niveau, umstrittene Schiedsrichterentscheidungen.
Mihai Paduretu bedankte sich bei seinem neuformierten Team über die starke konzentrierte Leistung, abgesehen von kurzen Schwächephasen mit individuellen Einzelfehlern. Er bedankte sich aber auch für die tolle Unterstützung des Fans. „Mit dieser Unterstützung gewinnen wir auch das wichtige Spiel gegen Cannes am Mittwoch."

Haching begann den ersten Satz furios, ging schnell in Führung. Zur Mitte des Satzes brachte Paduretu Roko Sikiric für Paul Carroll, der selbst mit seiner Leistung zu Beginn der Partie unzufrieden war. Der Meister übernahm
kurzzeitig die Führung, gab sie aber durch zu viele Eigenfehler wieder ab.
Zwei Punkte von Denis Kaliberda sicherten den Hausherren schließlich den engen ersten Satz.
Auch den zweiten Satz begann Haching konzentriert. Mit einem starken Block und gutem Zuspiel gelang es, eine 22:18 Führung herauszuspielen. „Jetzt haben einige im Team gedacht, das läuft so weiter. Daran müssen wir noch
arbeiten. Solche Konzentrationsmängel müssen wir abstellen", bemängelte Hachings Coach die nun folgende Phase. Friedrichshafen nutzte Hachings einfache Fehler und holte den verloren geglaubten Satz. Der dritte Satz begann ausgeglichen. In diesem Durchgang häuften sich umstrittene Entscheidungen des Schiedsrichtergespanns, Friedrichshafen spielte sicherer als zuvor, konnte sich ab dem 12:12 absetzen und den Satz
ungefährdet gewinnen.
Der Druck lag nun auf Seite des Gastgebers. Während beide Teams immer wieder mit Schiedsrichterentscheidungen haderten, baute der VfB seinen Vorsprung aus, das Spiel schien für Haching verloren. Der Gastgeber bewies aber starke Moral, wehrte zwei Matchbälle ab. Mit Unterstützung der Fans
glich Leo dos Santos schließlich zum 24:24 aus. Im nun folgenden Tie-Break lag Haching nun stets vorn und gewann den nervenaufreibenden Durchgang schließlich glücklich.
„Im Tie-Break haben wir die Euphorie der Schlussphase des vierten Satzes mitgenommen" kommentierte Paduretu das Spielende. Haching ging durch Paul Carroll, der mittlerweile wieder spielte und später zum MVP gewählt wurde, und durch Denis Kaliberda in Führung. Zum Seitenwechsel führte Haching klar mit 9:4, ließ den Gegner durch Aufschlagfehler aber zum 11:11 herankommen. Eine Aufschlagserie des nervenstarken Brano Skladany und ein Punkt von Paul Carroll beendeten die Partie aber letztlich zu Gunsten des Pokalsiegers. „Bis zum Schluss hat keiner gewusst wie das Spiel endet. So muss Volleyball sein", schloss Paduretu. Eine Wachablösung war das Spiel
sicher noch nicht, dafür war Friedrichshafen zu stark; aber ein Fingerzeig, wozu Generali Haching in dieser Saison in der Lage ist. „Der Sieg gegen Moers war wichtiger" urteilte Hachings Coach, „gegen Friedrichshafen darfst du auch verlieren. Trotzdem freuen wir uns natürlich riesig." Die Vorrunde ist nun wieder spannend.
Am Mittwoch empfängt Generali Unterhaching in der 2011 CEV Champions League den französischen Vizemeister AS Cannes um 20.30 Uhr in der Generali Sportarena. „Da brauchen wir Geduld. Aber das Spiel ist die Chance auf Rang zwei in der Vorrundengruppe und die müssen wir mit Unterstützung des Publikums nutzen" blickte Mihai Paduretu voraus.

 
Artikelinfo
Ausgabe: Werbe-Spiegel
Woche: 49 - 2010
Autor: red

Generali Sportarena

Utzweg 1
82005 Unterhaching

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