| Ausgabe: | Werbe-Spiegel |
| Woche: | 20 - 2010 |
| Autor: | MR |
Die Saison 2009/10 ist vorüber, erste Veränderungen im Kader von Generali Haching wurden bereits vorgenommen. Mihai Paduretu hat sich nun erstmal in den verdienten Urlaub verabschiedet. Dennoch bleibt viel zu tun. Im Interview nimmt Rechtsanwältin und Generali Haching-Abteilungsleiterin Agnes Fischl Stellung zur den anstehenden Aufgaben.
Mihai Paduretu wünschte sich im Interview letzte Woche mehr Promis in der Generali Sportarena. Warum ist Ihnen das so wichtig?
Agnes Fischl (A. F.): Wir müssen noch mehr darauf hinweisen, dass die Zuschauer in unserer Arena gut unterhalten werden; nicht nur sportlich, sondern auch was das Ambiente und die Superstimmung angeht. Mit der Hilfe von Prominenten kann man dies weitertragen. Außerdem brauchen wir Multiplikatoren und Fürsprecher, die verbreiten, dass wir zweimal Pokalsieger und Vizemeister geworden sind und –abgesehen vom FC Bayern- der einzige Verein im Münchner Umland sind, der seit zehn Jahren ununterbrochen erstklassig spielt. Außerdem sind wir neben den Bayern der einzige Münchner Champions League Teilnehmer. Wir müssen im Gespräch bleiben.
Welche Prominenten wünschen Sie sich? Politiker, Sportler, Menschen aus der Gesellschaft?
(A. F.): Eigentlich Persönlichkeiten aus allen Bereichen. Landtagsabgeordnete waren in der Vergangenheit schon zu Gast, ich hatte auch schon Kontakt zu den Ministern Fahrenschon und Zeil. Wir werden sie in der kommenden Spielzeit einzuladen.
Und Sportler?
(A. F.): Paul Breitner und Uli Hoeneß wurden bereits eingeladen, persönlicher Kontakt besteht aber noch nicht. Hoffentlich besuchen sie uns bald. Zum FC Bayern möchten wir sowieso gerne engeren Kontakt knüpfen.
Welche Bedeutung hat der FC Bayern für den Volleyball?
(A. F.): Von den Bayern kann man unglaublich viel lernen, was Professionalität in allen Bereichen und absolutes Erfolgsstreben angeht. Außerdem ließen sich wieder viele gute Kontakte knüpfen.
Was sind ansonsten die Aufgaben der Abteilungsleiterin?
(A. F.): Ich verstehe mich als Teammanagerin. Ich arbeite im Hintergrund, halte Kontakt zu Sponsoren und sehe mich als Bindeglied zwischen Sponsoren und der Mannschaft. Ich habe auch ein Mitspracherecht bei Neuverpflichtungen. Ich kann mich zwar auf den perfekten Blick Mihai Paduretus für Talente verlassen, äußere aber trotzdem Bedenken oder Zuspruch.
Kontakt zu Sponsoren ist besonders im Hinblick auf die Champions League wichtig…
(A. F.): Natürlich benötigen wir dafür finanzielle Unterstützung. Wir haben in der letzten Zeit auch viele Unterstützer gewonnen, trotzdem trägt Generali den Löwenanteil der Ausgaben. Ohne Generali, und besonders ohne Herrn Pfister, liefe bei uns ohnehin nichts. Wir haben in den letzten Jahren nicht nur Geld, sondern vor allem, Ideen, Kritik, Werbung und Manpower bekommen, die uns vorangebracht hat. Herr Pfister steht voll hinter uns, will uns ständig voranbringen. In den letzten Jahren ist Generali Haching geradezu zu einer Marke geworden. Trotzdem hoffe ich, gerade durch die Champions League Teilnahme auch noch internationale Formen zu gewinnen.
Die Teammanagerin hat auch Kontakt zur Mannschaft. Was zeichnet die Truppe aus?
(A. F.): Die Mannschaft konnte sich im letzten Jahr in entscheidenden Momenten immer wieder zusammenreißen und enormen Ehrgeiz entwickeln. Ich verweise hier nur aufs Pokalfinale oder den Sieg im dritten Finalspiel in Friedrichshafen. Außerdem präsentierte sich die Mannschaft als sympathisches, echtes Team. Künftig wollen wir noch professioneller werden. Dazu gehören das Einbauen moderner Trainingsmethoden, Massage- und Ruhezeiten, die Beachtung der richtigen Ernährung oder auch der Einsatz von Mentaltrainern.
Und was zeichnet das Team um die Mannschaft aus?
(A. F.): Der enge innere Kreis (sportliche Leitung Management) arbeitet gut und vertrauensvoll, will sich stets entwickeln, will weiterkommen. Dazu kommen unzählige ehrenamtliche Helfer, die uns unterstützen und das ganze wieder zu einer großen Familie werden lassen.
Haben Sie eigentlich selbst Volleyball gespielt?
(A. F.): Klar. Ich habe viele Jahre beim Turnerbund München gespielt, ein Jahr sogar Landesliga Süd. Aufgrund meiner beruflichen Tätigkeit musste ich meinen aktiven sportlichen Ehrgeiz allerdings bremsen; in meiner jetzigen Position kann ich dem Volleyballsport besser dienen.
Interview: Jochen Wessels
| Ausgabe: | Werbe-Spiegel |
| Woche: | 20 - 2010 |
| Autor: | MR |
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