| Ausgabe: | Werbe-Spiegel |
| Woche: | 47 - 2010 |
| Autor: | red |
Das erste Auswärtsspiel in der 2011 CEV Champions League führt das Team von Generali Unterhaching nach Russland. Dort tritt der deutsche Vizemeister am Mittwoch um 17 Uhr deutscher Zeit (19 Uhr Ortszeit) beim
Topfavoriten Zenit Kazan an.
Die Entfernung in die 1,1 Millionen Einwohnerstadt an der Wolga beträgt über 2600 Kilometer und brauchte einiges an logistischer Vorplanung. „Wir sind gut im Kazan angekommen“, berichtete Paduretu am Dienstagmittag. „Die
Reise war von Erika Bartenschlager und Jochen Hauke aus der Volleyballgeschäftsstelle des TSV sehr gut organisiert.“ Eigentlich war für Montagnachmittag Krafttraining angesagt. „Nach dem anstrengenden Spiel gegen Moers und dem frühen Aufstehen um 4 Uhr am Montagmorgen haben wir aber auf die Einheit verzichtet. Außerdem war der Kraftraum im Hotel am Flughafen in Moskau nicht geeignet für unsere Übungen.“ Stattdessen fuhr ein Teil des Teams mit der S-Bahn zum Roten Platz zum Sightsseeing und Kaffeetrinken. Am Dienstag folgte dann der Weiterflug nach Kazan. Dort steht am Nachmittag Videoanalyse auf dem Programm, dann Training und Dinner. Am Mittwoch wird morgens noch mal trainiert.
Für Mihai Paduretu ist der russische Meister Kazan Favorit in der Gruppe A. „Die spielen Volleyball von einem anderen Stern“, schätzt Unterhachings Trainer den Gegner hoch ein. „Wir freuen uns von so einem Gegner lernen zu können, werden alles geben und vielleicht den einen oder anderen Satz holen können.“ Zum Auftakt in die Champions League Saison besiegte Kazan Cannes klar mit 3:0, in der russischen Liga verlor der Titelverteidiger
bislang erst zwei Sätze, gewann aber die meisten unter zwanzig. So zeigt sich Kazans Trainer Vladimir Alekno selbstbewusst: „Wir haben nur Spieler im Kader, die das feste Ziel haben die 2011 CEV Champions League zu
gewinnen“. Beim russischen Meister spielen mit Ball und Priddy zwei Amerikaner, die bei den letzten olympischen Spielen in Peking Gold holten.
„Ball ist der beste Zuspieler der Welt“, so Mihai Paduretu. Außerdem stehen mehrere russische Nationalspieler in Zenits Reihen, unter anderem Tetiukin, Mikhavlov und Panteleymonenko. „Kazan ist nicht nur in unserer Gruppe Favorit, sondern neben Trento und Cuneo auch für den Champions League Titel“, weiß Paduretu. Trotzdem will er nicht von Beginn an die Waffen strecken: „Gerade gegen solch ein Team werden wir volles Risiko spielen. Du musst immer dran glauben, irgendwann funktioniert es“, so Paduretu vor dem Spiel gegen Kazan. „Und außerdem haben wir ja den besten Libero der Welt im Kader“, merkte Denis Kaliberda am Sonntag in Anspielung
auf Kazans Zuspieler Lloyd Ball an.
Die Hauptstadt der muslimisch geprägten russischen Teilrepublik Tatarstan machte im Sport in den letzten Jahren auf sich aufmerksam. Unterstützt durch viele Petrodollars mischt der vorher völlig unbekannte Klub Rubin
nicht nur den russischen, sondern auch den internationalen Fußball auf.
Auch im Basketball und Eishockey sorgen Vereine aus Kazan für Furore. Und auch der Volleyball genießt einen hohen Stellenwert. „Auf dem Weg vom Flughafen zum Hotel fuhren wir an zwei fünf mal drei Meter großen Plakaten vorbei, die Lloyd Ball als Gladiatoren zeigen“, berichtete Paduretu aus Russland. Der russische Klub wurde erst im Jahr 2000 gegründet, und wurde 2007, 2009 und 2010 russischer Meister, holte 2004, 2007 und 2009 den heimischen Pokal und gewann 2008 die Champions League.
Für alle Hachingfans: Das Spiel Zenit Kazan gegen Generali Unterhaching wird am Mittwoch ab 17 Uhr (deutscher Zeit) live im Internet bei loala1.tv und im Pay-TV bei Sport1plus übertragen.
| Ausgabe: | Werbe-Spiegel |
| Woche: | 47 - 2010 |
| Autor: | red |
Fügen Sie hier Ihren Artikelkommentar hinzu.