| Ausgabe: | Werbe-Spiegel Aubing |
| Woche: | 34 - 2010 |
| Autor: | E.S. |
Zwei große Ausstellungen zur Aubinger Geschichte sind Teil des Jubiläumsfestjahres „1000 Jahre Aubing“. Dafür wurden mit Unterstützung des Kulturreferates der Landeshauptstadt München eigens weitere Räumlichkeiten im sogenannten THW-Gebäude als Ausstellungsfläche renoviert. Nachdem die erste Ausstellung zur Aubinger Geschichte im April, die hauptsächlich von Barbara Sajons und Siegfried Bschorer vom „Förderverein 1000 Jahre Urkunde Aubing e.V.“ konzipiert wurde, ein großer Erfolg war, wird nun mit Spannung die zweite Ausstellung erwartet. Organisiert und gestaltet wird die Ausstellung „Vom Dorf zum Stadtbezirk“ diesmal vom „Aubinger Archiv e.V.“, insbesondere vom Vereinsvorsitzenden Anton Fürst sowie dessen Stellvertretern Martina Krämer und Peter Malter.
Während sich die erste Ausstellung mit der Geschichte Aubings von der Bajuwarensiedlung bis zum Dorf beschäftigte, knüpft die zweite nun zeitlich daran an und beleuchtet das Aubinger Leben ab dem 19. Jahrhundert aus sehr unterschiedlichen Blickwinkeln. So hat zum Beispiel Archivvorstand Anton Fürst bereits etliche rund 100 Jahre alte Maschinen und Gerätschaften zusammengetragen. Ihm liegt es nämlich am Herzen, anschaulich zu zeigen, dass diese nicht wie heute aus großen Fabriken kommen, sondern damals mit soliden Handwerkstechniken vom Dorfschmied und vom Wagner gebaut wurden.
„Geschichtliche Kenntnisse und historisches Bewusstsein sind wichtig für das Verständnis von Herkunft und Gegenwart“, betont Martina Krämer vom Aubinger Archiv: „Unsere Ausstellung zeigt ein Stimmungsbild vergangener Tage und gibt einen Einblick über das Leben in der Gemeinde Aubing nach der Ettaler Hofmarktzeit. Inhalte der Ausstellung sind zum Beispiel: Der Weg vom Bauerndorf zum Stadtbezirk und vom Wandel der Siedlungsstrukturen in unterschiedlichen Zeitepochen; Sorge und Not in der Kriegs- und Nachkriegszeit beider Weltkriege; die Bedeutung von Gut Freiham; das Patrimonalgericht und der Eisenbahnbau; Vereinsgründungen und Gemeinschaftssinn, verbunden mit Zusammenhalt im Dorf; Brauchtum und Selbsthilfe, Handwerk, Landwirtschaft und Dienstleistungen im Alltagsleben der Bauern und Gütler.“
Obwohl die Ausstellung natürlich schon gut bestückt ist, möchte das Aubinger Archiv die Aufmerksamkeit für einen Aufruf nutzen: Zur Ergänzung seiner Ausstellung „Vom Dorf zum Stadtbezirk“ ist die Vorstandschaft des Aubinger Archivs auf der Suche nach Gegenständen aus dem täglichen Leben. Benötigt wird alles Mögliche aus der Zeit zwischen 1920 und dem Kriegsende, wie beispielsweise Bücher, Broschüren, Flugblätter, Billets von Eisenbahn, Einladungen zu Veranstaltungen, Lebensmittelmarkten, Notgeld und anderes. Originalfotos und –dokumente werden natürlich eingescannt und zurückgegeben. Wer dem Aubinger Archiv aushelfen kann, soll sich mit Anton Fürst unter Tel. 86369693, Peter Malter per Tel. 8632651 oder Martina Krämer, Tel. 8632904, in Verbindung setzen.
Veranstalter der Ausstellung sind der Förderverein 1000 Jahre Urkunde Aubing e.V. und das Kulturreferat der Landeshauptstadt München. Sie wird gefördert mit Mitteln des Bezirksausschusses 22 Aubing-Lochhausen-Langwied. Gezeigt wird die Ausstellung von Mittwoch bis Sonntag, 8. bis 26. September, in den Ausstellungsräume an der Ubostraße 9 (zwischen dem Aubinger THW und der Aubinger Tenne) zu folgenden Zeiten: Von Montag bis Donnerstag jeweils von 16 bis 19 Uhr, freitags von 16 bis 21 Uhr und am Samstag und Sonntag von 10 bis 19 Uhr. Der Eintritt ist kostenlos.
Im Rahmen der Ausstellung ist auch wieder ein Ausstellungsshop geöffnet, in dem man unter anderem die neu geschaffene Aubinger Jubiläumstasse, Gedenkmünzen zum Jubiläumsjahr (in Silber, Messing und Kupfer) und DVDs vom ersten Teil des Festjahres und vom Theaterstück „Der Goldmacher Tausend“ erwerben kann.
| Ausgabe: | Werbe-Spiegel Aubing |
| Woche: | 34 - 2010 |
| Autor: | E.S. |
Fügen Sie hier Ihren Artikelkommentar hinzu.