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09.12.2008 - 11:20 Uhr
 

„Menschlicher Service“

Der Verein „Hilfreiche Hände“ will sozial Schwache unterstützen

Münchner Wochenanzeiger : Ein „offenes Ohr“ für Pflegebedürftige ist für sie wichtig: (von links) Silvester Popescu, bei den Hilfreichen Händen Rechts- und Personalvorstand, Altenpflegerin Reneé Simon und Vorstandsvorsitzende Christina Heinrich. (Foto: Eva Schraft)
 
Ein „offenes Ohr“ für Pflegebedürftige ist für sie wichtig: (von links) Silvester Popescu, bei den Hilfreichen Händen Rechts- und Personalvorstand, Altenpflegerin Reneé Simon und Vorstandsvorsitzende Christina Heinrich. (Foto: Eva Schraft)

„Manche unserer Patienten können sich nicht einmal einen Adventskranz leisten“, berichtet Christina Heinrich, Vorstandsvorsitzende des Germeringer Vereins „Hilfreiche Hände e.V.“, der es sich zur Aufgabe gemacht hat „menschliche, freundliche und soziale Pflege und Betreuung wahr werden zu lassen“ – und laut Frau Heinrich insbesondere auch für sozialschwache Pflegebedürftige Hilfe und einen „menschlichen Service“ bieten will.

Pflegekosten

Angefangen hat alles im Herbst 2005 mit einer privaten Pflegedienstinitiative durch Christina Heinrich und Günther Rottensteiner, der selbst behindert ist und seit langem Hilfe suchende Menschen unterstützt. Da die Nachfrage immer größer und auch die Übernahme von Pflegekosten durch die Krankenkassen immer häufiger nachgefragt wurde, Frau Heinrich und Herr Rottensteiner aber keinen rein kommerziell arbeitenden Pflegedienst gründen wollten, stürzte man sich in die Arbeit einer Vereinsgründung: Seit November 2007 sind nun die „Hilfreichen Hände“ als mildtätiger Verein mit sozialem Schwerpunkt anerkannt.

Inzwischen hat der Verein rund 20 Mitglieder und betreut zirka 32 Menschen, die Unterstützung verschiedenster Art brauchen: Während der überwiegende Teil der Betreuten alte Menschen sind, die medizinische Versorgung, hauswirtschaftliche Hilfen und insbesondere Zuwendung brauchen, wurde auch schon eine angehende Mutter durch ihre Risikoschwangerschaft begleitet und Kinderbetreuung wegen Erkrankung der Eltern geleistet.

Soziale Hilfen

Silvester Popescu, Rechts- und Personalvorstand der Hilfreichen Hände, betont, dass man neben den von allen Krankenkassen akzeptierten Pflegeleistungen nach Katalog, als mildtätiger Verein nicht gewinnorientiert arbeite, sondern mit den Vereinsbeiträgen und Spenden eben auch soziale Hilfen leisten könne. Darüber freut sich auch Altenpflegerin Reneé Simon, Mitarbeiterin des Vereins: „Während man sonst in unserer Branche durchaus für 20 bis 25 Patienten zuständig ist, kann ich mir jetzt viel mehr Zeit nehmen, da ich hier nur fünf bis sechs Personen in fester Bezugspflege versorgen muss.“ Unterstützung erhält der Verein inzwischen zudem durch den Lions Club Germering: Dessen „Nachwuchsverein“, die LEOS, haben heuer ihre Nikolausaktion für die Hilfreichen Hände durchgeführt und am Freitag sind alle Patienten eingeladen, am Lions-Stand auf dem Germeringer Christkindlmarkt einen Glühwein zu trinken.

„Wir kümmern uns als Verein einfach auch um das Drumherum“, versichert Christina Heinrich, „durch unsere Ehrenamtlichen können wir ab und zu Ausflüge mit den Patienten machen oder bei Behördengängen helfen.“ Besonders wichtig seien hier die Mitgliedsbeiträge und die Spenden: So könne man mal ein Stück Kuchen zum nachmittäglichen Besuch mitbringen, jetzt in der Vorweihnachtszeit Plätzchen besorgen, für Weihnachten einkaufen – oder eben den fehlenden Adventskranz spendieren! Informationen zum Verein gibt es unter Tel. 89404445, unter www.hilfreichehaende-germering.de oder www.sozialagentur-muenchen.de.

 
Artikelinfo
Ausgabe: Werbe-Spiegel
Germering
Woche: 50 - 2008
Autor: ES
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