Münchner Wochenanzeiger - 

Vereine, Verbände und Brauchtum

 
rss icon  
Thursday, 24. May 2012 · 23:09 Uhr  · 
Heiter 20°

Donnerstag

Gewitter  T: 12° / H: 23°

Freitag

Sonnig  T: / H: 22°
 
 
 
 
09.11.2010 - 10:21 Uhr
 

"Aubing in komprimierter Form"

Feierliche Enthüllung und Einweihung des Gedenksteines

Münchner Wochenanzeiger : Schwungvoll enthüllten Schülerinnen und Schüler der Aubinger Grundschule an der Gotzmannstraße den Gedenkstein zum Festjahr. (Foto: Eva Schraft)
 
Schwungvoll enthüllten Schülerinnen und Schüler der Aubinger Grundschule an der Gotzmannstraße den Gedenkstein zum Festjahr. (Foto: Eva Schraft)

In wenigen Wochen geht für Aubing und den ganzen 22. Stadtbezirk ein besonderes Jahr zu Ende. Mit über hundert Veranstaltungen unterschiedlichster Art wurde der erstmaligen urkundlichen Erwähnung Aubings im Jahr 1010 gedacht und dieser Anlass gebührend gefeiert. Viele Veranstaltungen wie zum Beispiel die Aufführung der „Schöpfung“, der Festakt im Alten Rathaus, die beiden großen Ausstellungen zur Aubinger Geschichte oder die Eröffnung des Geschichtspfades werden zwar noch lange in Erinnerung bleiben, seit Oktober gibt es aber auch ein für alle sichtbares Symbol für die vergangenen 1000 Jahre und das Festjahr 2010: Auf dem „Pfarrerbergl“ in Aubing wurde bei einer kleinen Feier der vom Förderverein gespendete „1000-Jahr-Stein“ aus Pollinger Tuff enthüllt – eigens dazu war sogar Pollings Bürgermeister Helmut Böhm angereist.

Viel gedacht hat sich der „Förderverein 1000 Jahre Urkunde Aubing e.V.“ bei der Entstehung seines Gedenksteines: Die Idee kam von Vereinsmitglied Siegfried Bschorer, die grafische Gestaltung hat Werner Dilg übernommen und der Vorsitzende Klaus Bichlmayer erklärte in seiner Begrüßungsrede bei der Aufstellung des Steins, dieser stelle sozusagen „Aubing in komprimierter Form“ dar. Der große Würfel mit einer Kantenlänge von einem Meter beinhalte ein Volumen von 1000 Kubikdezimeter, wovon wiederum jeder symbolisch für ein Jahr Aubinger Geschichte stehe. Bewusst gewählt wurde auch der Standort am südlichen Ende des Stadtteils, also an der „Schnittstelle zwischen Aubing und Neuaubing“ und als Gegenpol zum Aubinger Geschichtspfad am nördlichen Ende des Stadtbezirks.

Bronzewürfel

Zudem weise der Bronzewürfel an einer der Ecken „nach oben und ins Dorf hinein“ und drücke damit den Wunsch nach einer „friedvollen und gedeihlichen Zukunft für Aubing“ aus. Nachdem sie die Aubing-Hymne gesungen hatten, halfen Schülerinnen und Schüler der Aubinger Gotzmannschule beim Enthüllen des Steins; und nach den erklärenden Reden versenkte der Schüler Kilian Strobl einen von ihm angefertigten Kupferzylinder mit Zeitzeugnissen im dafür vorgesehen Loch in der Front des Gedenksteines. Dieses wiederum wurde mit einer Bronzetafel zur Erinnerung an das Aubinger Festjahr 2010 versiegelt. Musikalisch umrahmt wurde die Feier von der Weßlinger Bläsergruppe Wezzela, optisch von den Fahnenabordnungen des Männergesangvereins Germania, des Burschenvereins und der Dorniersiedlervereinigung. Pater Abraham von St. Quirin und Pfarrer Vocke von der evangelischen Adventskirche weihten den Gedenkstein und beteten gemeinsam für eine gute Zukunft Aubings und der ganzen Stadt.

Zu Ende ist das Festjahr aber doch noch nicht, dafür stehen noch viel zu viele interessante Veranstaltungen auf dem Programm: So lädt zum Beispiel die „Interessen-Vereinigung-Westkreuz“ (IVW) am Freitag, 12. November, um 18 Uhr in den Bürgersaal am Westkreuz (Friedrichshafener Str. 17) ein zur Vorstellung der Dokumentation „Vertriebene, Flüchtlinge und Aussiedler in Aubing“ mit Zeitzeugenberichten von Anton Fürst, Herbert Liedl, Leopoldine Haschka, Rudolf Maiwald und Martin Haschka. Dann ist noch bis Samstag, 13. November, der Kunstweg des Vereins „Freie Ateliers und Werkstätten Ehrenbürgstraße e.V.“ in Neuaubing (Ehrenbürgstr. 9) mit Skulpturen, Objekten und Installationen zu sehen, dazu die Kunstausstellung der selben Künstler mit dem Titel „Ins Licht gerückt“ im Ausstellungshaus „Ubo Neun“ in Aubing (Ubostr. 9) bis Sonntag, 14. November (am Freitag von 16 bis 19 Uhr, samstags und sonntags von 14 bis 18 Uhr).

„Ubo Neun"

In der Veranstaltung „Jugendliche heute und morgen“ wird ein Resümee gezogen, was aus den Vorschlägen der Vorjahresveranstaltung geworden ist. Jugendliche vom Freizeittreff „s´Fredl“, von der Aubinger Tenne und aus den Pfarrgemeinden werden mit Mitgliedern des BA 22 unter der Moderation von Sebastian Kriesel darüber diskutieren, welche neuen Ideen die Jugendlichen bewegen. Beginn der Veranstaltung am Freitag, 19. November, ist um 19 Uhr in der Aubinger Tenne (Ubostr. 9). Zudem gibt es noch Veranstaltungen wie „Mundart in Aubing“, „Kunst im Fitness Park“ oder das Adventsingen und die Lesung der Heiligen Nacht  von Ludwig Thoma in St. Quirin – bevor das Festjahr mit einem zentralen Silvesterfeuerwerk einen würdigen Abschluss finden soll.

Zu diesem Abschlussfest lädt der Förderverein die Aubinger Bevölkerung zusammen mit dem Burschenverein Aubing, der Freiwilligen Feuerwehr Aubing und dem THW München-West am Freitag, 31. Dezember, ab 23 Uhr auf die Festwiese am Belandwiesenweg ein. Für Getränke, Kleinigkeiten zum Essen und Musik an einer Bar im Freien wird gesorgt. Die Finanzierung des Feuerwerks ist nahezu gesichert, da bereits 2700 Euro gespendet wurden. Wer sich noch beteiligen möchte, hier das Feuerwerkskonto des „Förderverein 1000 Jahre Urkunde Aubing e.V“ bei der Genossenschaftsbank eG München: BLZ 70169464, Kontonummer 857 564, Kennwort: Silvesterfeuerwerk.

 
Artikelinfo
Ausgabe: Werbe-Spiegel
Aubing
Woche: 45 - 2010
Autor: E.S.

Bildergalerie

Diese Bildgalerie enthält 5 Bilder.

Artikelkommentare
Kommentar schreiben
Es wurde noch kein Kommentar hinterlegt.
Verwandte Artikel