| Ausgabe: | SamstagsBlatt Aubing |
| Woche: | 16 - 2010 |
| Autor: | E.S. |
In Aubing ist es wieder soweit: Die Vorbereitungen für den neuen Maibaum laufen auf Hochtouren. Bereits im letzten Jahr wurde Ende Oktober der alt gediente Maibaum nach drei Jahren Standzeit umgelegt und zersägt. Seither sind beim Burschenverein Aubing einige Vorbereitungen für den Baum im Aubinger Jubiläumsjahr gelaufen.
Erst einmal wurden im Herbst und Winter in der Aubinger Lohe etliche Bäume begutachtet, bis man sich schließlich für eine über 30 Meter hohe Douglasie entschied. „Diese zeichnet sich gegenüber einer Fichte durch einen stärkeren und festeren Wuchs aus und ist dadurch standfester“, begründet Sebastian Kriesel vom Burschenverein diese Wahl.
Handwerk und Landwirtschaft
Über den Winter wurden die Figuren dann einer großen Erneuerungsaktion unterzogen. Die vielen ortsprägenden Gebäude und die dreidimensional handgeschnitzten Darstellungen von Handwerk und Landwirtschaft müssen ständig überprüft und teilweise erneuert werden, da an Ihnen auch der „Zahn der Zeit“ bei Wind und Wetter nagt.
Am Osterwochenende wurde dann der bereits im letzten Jahr gefällte Baum aus der Aubinger Lohe nach Aubing in die Ubostraße auf den Samer-Hof der Familie Seeholzer (Ubostraße 47) gebracht, wo er seither bewacht wird. Dort wurde der Baum gehobelt und wird zur Zeit von den vielen fleißigen Helfern im Aubinger Burschenverein hergerichtet: Er wird also weiß gestrichen, mit einem blauen Band bemalt und weiß-blauen Rauten verziert.
Exponierter Standort
Auch der exponierte Standort, direkt in der Dorfmitte Aubings an der Kreuzung Altostraße/Ecke Bergsonstraße wird zur Zeit schon hergerichtet. „Dieser Standort bringt natürlich auch einiges an Vorbereitungen mit sich. So bitten die Aubinger Burschen schon jetzt um Verständnis für die benötigten Halteverbote und Straßensperrungen sowie die Umleitung der Buslinie 161 über die Ubostraße am Maifeiertag“, wirbt Sebastian Kriesel um Verständnis.
Am Samstag, 1. Mai, findet dann das große, in dreijährigem Turnus abgehaltene Fest statt. Um 12 Uhr startet der Festzug vom Samer-Hof aus in die Altostraße zum Standort des Maibaums, begleitet von der Aubinger Dorfmusik und dem Trommlercorps Aubing sowie der Fahnenabordnung und den Mitgliedern des Burschenvereins. Dort wird dann gegen 12.30 Uhr der Baum noch traditionell mit viel Schweiß und Muskelkraft von den Mitgliedern des Burschenvereins aufgestellt. Hierzu werde jeweils zwei aneinander gebundene Stangen, sogenannten „Schwaiberl“, in verschiedenen Stärken und Längen benützt.
Tänze und Plattler
Bis der Baum steht, können rund zwei Stunden vergehen. Während der Zeit des Aufstellens spielt die Aubinger Dorfmusik zur Unterhaltung vor dem Kriegerdenkmal und der Trachtenverein GTEV Almfrieden Aubing führt bayrische Tänze und Plattler auf. Für das leibliche Wohl wird mit Getränken und Essen bestens gesorgt. Wenn der Baum steht, geht es mit einem Festbetrieb und Musik in der Schwemmstraße bis in den Abend hinein weiter. Das Fest findet bei jedem Wetter statt. Burschenvorstand Max Malterer lädt ein: „Der Burschenverein Aubing freut sich sehr über regen Besuch und viele jubelnden Unterstützer für den unserer Meinung nach schönsten Maibaum Münchens.“
| Ausgabe: | SamstagsBlatt Aubing |
| Woche: | 16 - 2010 |
| Autor: | E.S. |
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