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12.07.2010 - 17:18 Uhr
 

Wie barrierefrei ist München?

Projekt prüft Kleinhadern "auf Herz und Rampen"

Münchner Wochenanzeiger : Mit Rollstuhl und Blindenstock testen Kinder München auf Barrierefreiheit (Foto: Kreisjugendring München-Stadt)
 
Mit Rollstuhl und Blindenstock testen Kinder München auf Barrierefreiheit (Foto: Kreisjugendring München-Stadt)

Sieben Kinder des Kindertreffs Wolkerweg versetzten sich letzten Freitag in die Situation von Menschen im Rollstuhl, mit eingeschränkter Sehkraft oder komplett erblindeten Personen. Dabei stellten sich die Kinder die Frage, wie barrierefrei diese Menschen durchs Leben gehen können. Das Projekt "Auf Herz und Rampen prüfen" des Kreisjugendring München-Stadt stattete die Kinder mit Augenbinden, Simulationsbrillen, Blindenlangstöcken und Rollstühlen aus. Dann konnten die Kinder ihre Erfahrungen machen.

Verbesserungsmöglichkeiten bestehen vor allem für Blinde oder sehbeeinträchtigte Personen. Zum Beipsiel konnten die Kinder Tasten im Aufzug kaum erfühlen und die Punktschrift auf den Tasten fehlte ebenfalls. Beim Fußgängerüberweg an der U-Bahn Haltestelle Haderner Stern treten für Sehbeeinträchtigte Probleme auf, da die Ampelpfosten nicht mit taktil-akustischen Signalen ausgestattet sind.

Alle Verbesserungsvorschläge und festgestellte Barrieren im öffentlichen Raum werden dem BA 20 weitergeleitet. Dieser sollte dann darauf drängen, dass die Barrieren behoben werden. Schulen und Einrichtungen können jeden Münchner Stadtteil kostenlos überprüfen, das Projekt wird von der Landeshauptstadt München finanziert.
Weitere Infos unter www.herzundrampen.de