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12.07.2010 - 13:06 Uhr
 

Wie aus einer Wildnis wieder ein Garten wurde

Freiwillige pflegen das Grün des Multikulturellen Jugendzentrums

Münchner Wochenanzeiger : 20 Mitarbeiter der Firma McKinsey brachten mit Schaufeln und Harken den Obst- und Gemüsegarten des MKJZ wieder „auf Vordermann”.
  (Foto: Sahin)
 
20 Mitarbeiter der Firma McKinsey brachten mit Schaufeln und Harken den Obst- und Gemüsegarten des MKJZ wieder „auf Vordermann”. (Foto: Sahin)

Chemie im Garten kommt für die Kinder und Jugendlichen, die das Multikulturelle Jugendzentrum im Westend regelmäßig besuchen, nicht in Frage. Als sich auf einigen Pflänzchen Schädlinge breit machten, gruben sie die Sprösslinge kurzerhand aus, duschten die Schädlinge ab und setzten die Pflanzen wieder ein. Ismail Sahin, Leiter der Einrichtung, war verblüfft darüber, wie die jungen Leute ein Problem lösten: „Obwohl nicht alle Pflänzchen die Prozedur heil überstanden.“ Das Wachsen und das Gedeihen beobachten zu können, sei für Stadtkinder besonders wichtig, meint Sahin. In dem von Jugendlichen angelegten Garten wachsen Bohnen und Mais, Tomaten und Zucchini, Erdbeeren und Himbeeren bunt durcheinander. Allerdings machte sich in jüngster Zeit verstärkt „Unkraut” breit. Das zurückzudrängen, war Hilfe von außen höchst willkommen.

 

Soziales Engagement als Bereicherung

 

„18 Paar Hände, 18 Stangen für Bohnen, vier Schaufeln und fünf Harken ergaben einen gepflegten Obst- und Gemüsegarten“, sagt Ismail Sahin. Das kam so: „20 Mitarbeiter der Firma McKinsey halfen mit, den Obst- und Gemüsegarten des MKJZ auf Vordermann zu bringen.“ Unkraut wurde gejätet, Blumen gepflanzt. Die Bohnen ranken sich jetzt an frisch lackierten Stangen hoch. Darüber hinaus machten sich die Helfer dabei nützlich, die Räume des Jugendzentrums neu zu dekorieren und eine Kletterwand instand zu setzen. Mit dem Einsatz sei das Spenden des Materials verbunden gewesen. Sahin: „Der Garten ist jetzt wieder picobello. Möglicherweise können wir uns bald bei den tatkräftigen Helferinnen und Helfern mit frisch geerntetem Gemüse bedanken.“ Er empfindet es als eine Bereicherung, wenn sich Menschen freiwillig sozial engagieren. Auch in vielen anderen Bereichen des Jugendzentrums, so Sahin, könne der Betrieb ohne solche Hilfe nicht aufrechterhalten werden: „Die Hausaufgabenhilfe, unsere Frühstückstage, der Aufbau des Tonstudios, das Verschönern der Räume, das alles funktioniert nur, weil viele helfen.” Auch die Familien der Jugendlichen packten kräftig mit an, wenn es im Jugendzentrum etwas zu tun gebe. Für diese Hilfe ist Sahin sehr dankbar. „Sie kommt den Jugendlichen zugute.“ Der Einrichtungsleiter: „Uns ist jede Unterstützung auch für andere Jugendprojekte höchst willkommen.“

 

 
Artikelinfo
Ausgabe: Werbe-Spiegel
Westend
Woche: 28 - 2010
Autor: TG

Multikulturelles Jugendzentrum Westend (MKJZ)

Westendstr. 66a
80339 München-Westend

Kartenansicht

Multikulturelles Jugendzentrum Westend (MKJZ)

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