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27.05.2010 - 09:44 Uhr
 

Lesben und Schwule gründen Aktionsbündnis gegen neue Gewalt

Diskriminierung und Gewalt gegenüber Homosexuellen in der Münchner Szene sind alltäglich, doch niemand spricht darüber. Zahlreiche Verbände der Münchner Lesben-, Schwulen- und Transgenderszene haben deshalb ein Aktionsbündnis für Solidarität ins Leben gerufen. Damit soll durch die Informierung und Dokumentierung von schwulen-, lesben- und tranfeindlichen Übergriffen, auf das Problem der wieder stärker um sich greifenden Diskriminierung aufmerksam gemacht werden. „In München erleben wir derzeit, dass im Kern der schwulen Szene,
dem Glockenbachviertel, die Anzahl der verbalen und psychischen Übergriffe stark ansteigt“, sagt Sub-Berater Christopher Knoll, der das Aktionsbündnis für das Anti-Gewalt-Projekt der Beratungsstelle im Sub, dem Kommunikations- und Kulturzentrum für Schwule in München, initiiert hat. Das Anti-Gewalt-Projekt registriert seit über 15 Jahren Diskriminierung und Gewalt gegen Schwule und hilft den Opfern, die Folgen der Gewalt zu verarbeiten. Das Thema beschäftigt die Stadt München seit einiger Zeit. So hat sich im Februar auf Anregung der Koordinierungsstelle für gleichgeschlechtliche Lebensweisen der Stadtrat mit den schwulenfeindlichen
Liedtexten von Dancehall-Sängern beschäftigt. Trotzdem verschwindet die Problematik schleichend aus dem öffentlichen Bewusstsein.