| Ausgabe: | Werbe-Spiegel München |
| Woche: | 19 - 2010 |
| Autor: | CF |
"Was? Es gibt so tollen Kuchen — wir haben doch gar kein Geld", hörte Dr. Axel Munz, Geschäftsführer von Trachten Angermeier, ein Kind bei Georg Meier's Iberl Bühne in der Wilhelm-Leibl-Straße rufen. Solche Sätze sieht Dr. Axel Munz als Bestätigung, mehr für hilfsbedürftige Kinder zu tun. Vergangenen Montag lud Trachten Angermeier 100 Kinder vom evangelischen Hilfswerk, genauer vom Frauenobdach Karla 51 und dem evangelischen Beratungsdienst für Frauen, sowie von der evangelischen Kinder- und Jugendhilfe Feldkirchen (Innere Mission München) zum Theaterstück "Das Tapfere Schneiderlein" ein.
Georgia Meier, Tochter des Iberl-Chefs und Regisseurin des Theaterstücks, brachte den kleinen und großen Theaterbesuchern von 3 bis 14 Jahren das beliebte Märchen der Gebrüder Grimm von seiner humorvollen, bayrischen Seite nahe. Zu dieser Benefizveranstaltung "auf bayrisch" stellte Trachten Angermeier den Schaupielern die Kostüme — Lederhosen und Dirndl samt Accessoires — zur Verfügung. "Es ist eine gute Sache, so ein Event zu sponsern. Denn die Kinder könnten es sich sonst nicht leisten ein Theaterstück zu besuchen", erklärt Dr. Axel Munz. Und tatsächlich kamen die Kinder aus dem Staunen nicht mehr heraus. Denn vor Beginn der Aufführung herrschte ein reges Durcheinander. Zunächst erschienen weit mehr als 100 Besucher aus Kindern, Eltern und Betreuern. So musste noch schnell Platz geschaffen werden, um alle an den Tischen unterzubringen. Anschließend wurden die Kinder mit reichlich Kuchen und Getränken versorgt. Ein lauter Glockenton brachte schließlich alle zum Schweigen und dann ging es auch schon los mit dem tapferen Schneiderlein.
Leuchtende Kinderaugen
Die Inszenierung war ein voller Erfolg! Leuchtende Kinderaugen bestätigten das. Die Schauspieler wussten es durch wechselnde Positionierung — mal auf der Bühne, mal mittendrin im Publikum — die Aufmerksamkeit der Kinder durchgehend zu halten. Darüber hinaus waren die Kinder selbst Teil des Stücks. Als das tapfere Schneiderlein sieben Fliegen auf einen Streich getroffen hatte, fragte es die Kinder: "Könnt ihr soweit überhaupt zählen?" Ein lautes "Ja!" ertönte aus allen Ecken. "Eins, zwei, drei, vier, ...", begannen die Kinder mit dem tapferen Schneiderlein gemeinsam zu zählen. Es wurde viel geklatscht und gelacht. Den Kindern, die sonst wenig zu lachen haben, wurde mit diesem Event sichtlich Freude bereitet. Das allein ist schon Grund genug, sich für diese Kinder zu engagieren. "Es freut einen selbst ja auch, wenn man mal danke für seine Bemühungen hört — und diese Kinder sind besonders dankbar", so Dr. Axel Munz.
| Ausgabe: | Werbe-Spiegel München |
| Woche: | 19 - 2010 |
| Autor: | CF |
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