| Ausgabe: | Werbe-Spiegel Obermenzing |
| Woche: | 19 - 2010 |
| Autor: | LS |
Wer in Haus Bethanien lebt, hat schon einiges hinter sich: Gewalttätige Ehen, psychische Erkrankungen, Arbeits- und Wohnungslosigkeit haben die meisten der Frauen ein Leben lang begleitet. In der Einrichtung des Sozialdienstes katholischer Frauen (SkF) haben sie ein Zuhause gefunden. Nun haben Mitarbeiter eines IT-Dienstleisters zusammen mit Mitarbeitern des Hauses einen Sinnesgarten für die Bewohnerinnen gebaut.
Unterstützt von einem Landschaftsarchitekten schuftete das Team drei Tage lang bei teilweise strömendem Regen, um den Garten von Haus Bethanien zu gestalten. Ziel war es, durch verschiedene Pflanzen und gestalterische Elemente möglichst viele Sinne anzusprechen. „Die Frauen sollen sich gerne nach draußen in den Garten setzen“, erklärt Marianne Kopitz, stellvertretende Leiterin der Einrichtung. Zuvor habe der Garten nur aus Wiese bestanden und nicht ansprechend ausgesehen. „Jetzt ist er viel schöner!“ „Optimales Team“ Bereits Anfang des Jahres hatte das Team von Haus Bethanien die Idee gehabt, einen Sinnesgarten anzulegen. Als dann das IT-Unternehmen auf die Einrichtung zu kam, wurde die Idee wieder aufgegriffen. Dessen Mitarbeiter unterstützten zum zehnjährigen Firmenjubiläum verschiedene soziale Projekte. „Bei dem Gartenprojekt von Haus Bethanien haben wir gerne geholfen“, erklärt Mitarbeiterin Manuela Morgenstern. „Wir waren ein optimales Team und haben Hand in Hand gearbeitet. Es hat viel Spaß gemacht, trotz des Wetters.“ Mit dem Ergebnis ist sie zufrieden: „Die Aktion ist wunderbar gelungen. Die neue Gestaltung gibt dem Haus Fluss.“ Verschiedene Pflanzen wie Lavendel, Rosen, Bambus und Zitronenthymian regen nun die Sinne an. „Es ist wunderschön geworden“, sagt Morgenstern. „Klasse, was wir in der kurzen Zeit geschafft haben. Ich hoffe, die Bewohnerinnen haben Freude daran.“ Einzigartige Einrichtung Das Haus Bethanien ist ein Projekt der Erzdiözese München und Freising unter Trägerschaft des Sozialdienst katholischer Frauen (SkF). Es bietet 23 älteren Frauen, die sich selbst nicht mehr versorgen können und ihre Wohnung verloren haben, einen Langzeitwohnplatz an. Sie erhalten Hilfe im pflegerischen und hauswirtschaftlichen Bereich sowie sozialpädagogische Betreuung. Im Oktober 2009 feierte die Einrichtung, die einzige dieser Art in Deutschland, 20-jähriges Bestehen.
Die Garten-Aktion wurde durch Spenden finanziert, andere Einrichtungen wie das Männerwohnheim an der Verdistraße stellten Gartengeräte und ein Auto zur Verfügung, mit dem Pflanzen, Erde und Geräte transportiert wurden. Marianne Kopitz: „Alleine hätten wir das in so kurzer Zeit nie geschafft!“
| Ausgabe: | Werbe-Spiegel Obermenzing |
| Woche: | 19 - 2010 |
| Autor: | LS |
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