| Ausgabe: | Sendlinger Anzeiger Isarvorstadt |
| Woche: | 22 - 2010 |
| Autor: | bid |
„Glockenklar“ hören im Glockenbachviertel – das können Hörgeschädigte jetzt im Alten- und Service-Zentrum Isarvorstadt (ASZ): Die Einrichtung in der Hans-Sachs-Straße 14 hat eine Ringschleifenanlage installieren lassen. Dank dieser modernen Technik können Besucher mit Hörproblemen allen Vorträgen mühelos folgen. So können Hörgeschädigte effektiver an der Gesellschaft teilnehmen.
Harald Küstner ist regelmäßiger Besucher des ASZ und leitet dort auch ehrenamtlich die Initiativgruppe „Schwerhörig – na und“ für Menschen mit und ohne Hörschädigung. Von Geburt an schwerhörig, kennt er die Problematik aus eigener Erfahrung. Mehrheitlich wären Schwerhörige innenohr-schwerhörig mit der Folge, dass sie zwar „hören“ könnten, die Worte aber Worte nicht verstünden, berichtet er. Die neue Technik des induktiven Hörens ermöglicht es den Betroffenen beispielsweise Konsonanten zu hören und diese voneinander zu unterscheiden.
Moderne Hörgeräte sind mit einem speziellen „T“-Schalter ausgestattet, der das Induktionssignal der Ringschleifenanlage empfängt und so das induktive Hören ermöglicht. „Dadurch wird auch der sogenannte „McGurk-Effekt“ vermieden, dem viele Hörgeschädigte, hauptsächlich von Geburt an Schwerhörige, ausgeliefert sind“, erklärt Harald Küstner. So würden die Betroffenen Worte „hören“, die sinngemäß nicht gesagt wurden. Etwa, die Sonne pennt statt die Sonne brennt.
Und noch einen großen Vorteil hat die neue Ringschleifenanlage im ASZ, berichtet Harald Küster: „Spricht man in das Mikrofon der Induktionsanlage, hören wir auch die eigene Stimme und Sprache, was das Selbstwertgefühl der Betroffenen enorm hebt.“
| Ausgabe: | Sendlinger Anzeiger Isarvorstadt |
| Woche: | 22 - 2010 |
| Autor: | bid |
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