| Ausgabe: | Werbe-Spiegel München |
| Woche: | 27 - 2011 |
| Autor: | red |
Die Nachfrage nach Internatsplätzen im In- und Ausland hat bei deutschen Eltern und Schülern im vergangenen Jahr und im ersten Quartal 2011 weiter zugenommen – das ist das Ergebnis des aktuellen Bildungsmonitors der Euro-Internatsberatung München. Demnach ist die Anzahl der Anfragen bei der Internats- und Studienberatung im Vorjahresvergleich spürbar gestiegen. Gründe hierfür sind vor allem in den Folgen des verkürzten Abiturs G8 in vielen Bundesländern und dem Investitionsstau im deutschen Bildungssystem zu finden.
Besonders gefragt sind deutsche Internate in Bundesländern, die aktuell noch auf G9-Basis arbeiten, wie Schleswig-Holstein, oder aber Internate, die beide Ausbildungsoptionen, G8 wie G9, anbieten. Klassengrößen jenseits der 30 Schüler, vollgepackte Lehrpläne, kein Ersatz bei Unterrichtsausfall sind nur einige der Probleme, mit denen deutsche Schüler täglich zu kämpfen haben. Internate bieten hier durchaus eine Alternative, da sie individuell auf die Bedürfnisse der Schüler eingehen, die Klassen im Vergleich zu normalen Schulen deutlich kleiner sind und auch wichtige Soft Skills wie Sozialkompetenz oder gute Fremdsprachenkenntnisse vermittelt werden.
Einen weiteren Grund für den erhöhten Zulauf sieht die Euro-Internatsberatung auch im Wandel familiärer Strukturen. Da heute meist beide Elternteile arbeiten, aber immer stärker großen Wert auf die Ausbildung der Kinder legen, bieten Internate eine ideale Alternative zur herkömmlichen Schule. Denn junge Menschen, die früh außerhalb des familiären Umfelds zurechtkommen, bilden deutlich mehr Selbstsicherheit und emotionale Intelligenz aus. Letztendlich zeigt der Trend auch, dass Internate längst nicht mehr als privilegierte Alternative für Kinder von Besserverdienern, sondern als erfolgreiche und bezahlbare Ausbildungsform angesehen werden.
| Ausgabe: | Werbe-Spiegel München |
| Woche: | 27 - 2011 |
| Autor: | red |
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