| Ausgabe: | Werbe-Spiegel Laim/Schwanthalerhöhe |
| Woche: | 06 - 2012 |
| Autor: | SE |
Richtig Blutdruckmessen, Schuhe auf Hochglanz putzen, ein gutes Kundengespräch führen – alles beim ersten Mal gar nicht so einfach, aber trotzdem ungeheuer interessant! So erlebten es zumindest die rund 80 Schüler und Schülerinnen der Mittelschulen an der Schrobenhausener Straße und der Ridlerstraße, die in der vergangenen Woche an der so genannten Jobrallye teilnahmen. Vier achte Klassen und eine M-Klasse lernten dort nicht nur unterschiedliche Firmen und deren Ausbildungsmöglichkeiten kennen, sondern konnten im Rahmen einzelner Workshops zugleich testen, wie gut ihnen die jeweiligen berufsspezifischen Tätigkeiten und Handgriffe liegen.
Insgesamt zwölf Firmen sowie Mitarbeiter der Bundesagentur für Arbeit waren an diesem Tag zu Besuch an der Mittelschule in der Schrobenhausener Straße und präsentierten den Schülern und Schülerinnen ein interaktives und abwechslungsreiches Programm: Diese konnten etwa bei der Firma „Tretter-Schuhe“ lernen, wie man mit einem speziellen Schuhradierer die Verfärbungen an den weißen Stellen der Turnschuhe los wird. Beim Teamspiel von „McDonalds“, bei dem man Murmeln, Golf- und Tischtennisbälle mittels mehrerer unverbundener Plastikbahnen quer durch den Raum transportieren musste, konnte man erfahren, warum es manchmal so schwierig ist, die Handgriffe von sechs Personen optimal aufeinander abzustimmen. Die „Anker-Apotheke“ erklärte einer anderen Gruppe von Schülern derweil, welche wichtigen Informationen sich hinter den Aufschriften auf den Medikamentenverpackungen verbergen und bei der Metzgerei „vinzenzmurr“ lernten die Achtklässler, einzelne Fleischsorten zu bestimmen und durften sich zur Belohnung am Schluss selbst eine leckere Semmel belegen.
Organisatorin Claudia Jovanovic von der Praktikumsbörse Schwanthalerhöhe und Laim, die zur IG Feuerwache gehört, freute sich, dass so viele Firmen bereit waren, an der Jobrallye teilzunehmen: „Besonders bemerkenswert ist, dass viele Unternehmen sogar von selbst auf uns zukommen und wirklich ein großes Interesse daran haben, sich hier zu präsentieren.“ Die Schüler wiederum hätten insbesondere durch das praktische Üben innerhalb der Workshops eine Ahnung davon bekommen können, wo genau ihre Stärken lägen und welche Art von Arbeit ihnen Spaß mache. Auch helfe die Begegnung mit den Ausbildungsverantwortlichen in diesem geschützten Rahmen dabei, die Scheu vor dem Bewerbungsprozess zu verlieren, wie Jovanovic erklärte. „Es stärkt vor allem auch das Selbstwertgefühl unserer Schüler, dass heute so viele renommierte Firmen mit bekannten Namen hier sind.“
Doch nicht nur die Schüler bildeten sich bei der Jobrallye eine eigene Meinung über die einzelnen Firmen und ihr Ausbildungsprofil. Nach jedem Workshop wurden die Teilnehmer von den Mitarbeitern der Unternehmen hinsichtlich bestimmter Aspekte wie sozialem Verhalten und Auftreten, aber auch Durchhaltevermögen, Geschick und Arbeitsinteresse bewertet. „Die einzelnen Bewertungsbögen der Schüler werden in den nächsten Wochen im Unterricht ausgewertet und detailliert besprochen“, erklärte Jovanovic. Dies geschehe im Unterrichtsfach „Arbeit/Wirtschaft/Technik“ (AWT), in welchem auch an den einzelnen Berufszielen der Schüler gearbeitet werde.
| Ausgabe: | Werbe-Spiegel Laim/Schwanthalerhöhe |
| Woche: | 06 - 2012 |
| Autor: | SE |
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