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05.09.2011 - 09:11 Uhr
 

Damit der Schulstart gelingt

Hektik und Stress vermeiden

Münchner Wochenanzeiger : Den Schulweg zu Fuß gehen - Bewegung ist wichtig und viele Kinder bewegen sich zu wenig und sitzen zu viel. Vor allem Eltern von Schulanfängern sollten den Schulweg aber vorher mit den Kindern einüben.  (Foto: BLLV)
 
Den Schulweg zu Fuß gehen - Bewegung ist wichtig und viele Kinder bewegen sich zu wenig und sitzen zu viel. Vor allem Eltern von Schulanfängern sollten den Schulweg aber vorher mit den Kindern einüben. (Foto: BLLV)

„Für einen gelungenen Schulanfang können Eltern viel tun“, meint die Leiterin der Abteilung Berufswissenschaften im Bayerischen Lehrer- und Lehrerinnenverband (BLLV) und Schulpsychologin Simone Fleischmann: Damit Kinder gesund und fit durch den Schulalltag kommen, hat sie einige Tipps parat:

Den Schulweg zu Fuß gehen - Bewegung ist wichtig und viele Kinder bewegen sich zu wenig und sitzen zu viel. Vor allem Eltern von Schulanfängern sollten den Schulweg aber vorher mit den Kindern einüben.

Sport ist immer gut  - der Besuch eines Sportvereins sollte aber Spaß machen. Kinder dürfen dazu nicht gezwungen werden. Wenn sie draußen genügend Zeit mit Spielen und Toben verbringen, erfüllt dies auch seinen Zweck.

Auf ein gesundes Frühstück und Pausenbrot kommt es an - Mit Süßigkeiten, Gebäck und Limonaden tun Eltern ihrem Nachwuchs keinen Gefallen. Ideal sind dagegen Milchprodukte wie Jogurt oder Quark, frisches Obst, Gemüsesticks und bunt belegte Pausenbrote. Gegen den Durst helfen Wasser, Fruchtschorlen oder ungesüßte Tees.

Geregelter Tagesablauf ist wichtig - er sollte Ruhe-, Spiel- und Lernphasen beinhalten. Vor allem Grundschüler sollten täglich etwa um die gleiche Zeit schlafen gehen. Rituale wie eine Gute-Nacht-Geschichte vorlesen oder über Ereignisse des heutigen Tages zu sprechen, wirken beruhigend.

Hektik und Stress vermeiden - ein hektisches Frühstück kann im Magen liegen und wer zur Schule rennen muss, ist aus der Puste bevor es los geht. Viel besser ist es, den Wecker rechtzeitig zu stellen und den Schulranzen schon am Abend vorher zu packen.

Nicht über Lehrer schimpfen - Eltern sollten sich nicht negativ über Lehrkräfte oder die Schule äußern. So helfen sie ihrem  Kind, unvoreingenommen zur Schule zu gehen und eine eigene Beziehung zur Lehrkraft auszubauen.

Interesse an der Schule zeigen - wer bei Elternabenden präsent ist und am Schulleben teilnimmt, erleichtert seinem Kind den Schulbesuch ungemein.

Bei Hausaufgaben gilt: Bitte Ruhe - Hausaufgaben sollten Kinder in Ruhe machen können. Nebenher kein Radio- oder Fernsehgerät laufen lassen, das Handy ausgeschaltet lassen.

„Ich kann das allein!“ - es ist wichtig, dass Kinder die Hausaufgaben selber machen. Bei Unklarheiten sollten die Eltern aber in der der Nähe sein und unterstützend eingreifen. Abfragen sollten in 15 Minuten erledigt sein und sich nicht endlos hinziehen.

Beratungssysteme nutzen - wenn es Probleme wie zum Beispiel Unlust oder Lernschwierigkeiten gibt, sollten Eltern nicht lange warten, sondern möglichst rasch geeignete Ansprechpartner suchen. Ein Gespräch mit der jeweiligen Lehrerin, dem Lehrer, empfiehlt sich immer.

 
Artikelinfo
Ausgabe: Sendlinger Anzeiger
München
Woche: 36 - 2011
Autor: job
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