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13.07.2010 - 17:16 Uhr
 

Trickbetrüger unterwegs

Vergangene Woche hatten hatten es Trickbetrüger erneut auf Senioren abgesehen. Am Mittwoch, 7. Juli, wurde ein 82-jähriger polnisch-stämmiger Rentner gegen 12.30 Uhr von einem polnisch sprechenden Mann angerufen, der sich als sein Neffe „Waldemar“ ausgab. Der Anrufer gab an, er würde für die Anzahlung eines Autos 15.000 Euro benötigen. Der 82-Jährige sagte zunächst zu, das Geld zu beschaffen. Wenig später rief der Täter erneut bei dem Senior an und setzte ihn unter Zeitdruck; gleichzeitig bestellte er den Geschädigten zur Geldübergabe an einen Treffpunkt in Ramersdorf. Der 82-Jährige wurde misstrauisch und wandte sich hilfesuchend an seine Tochter. Diese nahm Kontakt mit dem echten „Waldemar“ auf und stellte fest, dass es sich beim vermeintlichen Namensvetter um einen Betrüger handelt. Als der Unbekannte wenig später ein weiteres Mal anrief, hielt ihm die Tochter dies vor, woraufhin der Mann auflegte.

Einen Tag später, am Donnerstag, 8. Juli, waren gleich zwei Senioren betroffen. Gegen 9.50 Uhr rief ein unbekannter Mann bei einer 70-jährigen Frau an und meldete sich als „Manfred“. Er sagte, dass er gerade in München wäre und kündigte seinen Besuch bei der Rentnerin an. Er habe etwas gekauft und benötige von der Dame deshalb ein kurzfristiges Darlehen in Höhe von 12.000 Euro. Die Geschädigte, die den Mann zunächst für einen Bekannten gehalten hatte, reagierte nun vorsichtig und verlangte, dass der Täter zuerst persönlich vorbei kommen solle, um die Sache zu regeln. Ein weiterer Kontakt fand dann nicht mehr statt. Um 16 Uhr, erhielt eine 73-jährige Rentnerin den Anruf eines unbekannten Mannes, der sie mit „Tante Irmgard“ ansprach. Der Mann gab vor, ganz in der Nähe zu sein und kündigte an vorbeizukommen. Gleichzeitig ließ er durchblicken, dass er für einen Autokauf 12.000 Euro benötige. Als die Seniorin entgegnete, nicht so viel Geld zu besitzen, legte der Unbekannte sofort auf.

Die Polizei warnt dringend vor dem Auftreten angeblicher Verwandter, die vermeintlich in Not geraten sind und Geld verlangen. Bevor Geld gezahlt wird, sollten Sie auf jeden Fall Rücksprache mit Ihren Verwandten halten!

 
Artikelinfo
Ausgabe: Werbe-Spiegel
München
Woche: 28 - 2010
Autor: red
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