| Ausgabe: | Sendlinger Anzeiger München |
| Woche: | 33 - 2011 |
| Autor: | hli |
Um Verkehrsunfälle zu vermeiden und Verkehrsteilnehmer in ihrem Verhalten zu sensibilisieren, startete das Polizeipräsidium München die Kampagne "Gscheid radln!". Die zweite dreiwöchige Aktion "Miteinander" nahm die Autofahrer, Radfahrer und Fußgänger unter die Lupe. Als Ziel setzte sich die Polizei, die hohe Zahl der Fahrradunfälle zu senken und den harmonischen Umgang und die gegenseitige Rücksichtnahme der Verkehrsteilnehmer zu fördern.
Im Rahmen der Aktion wurden 19 700 Verkehrsteilnehmer angehalten, darunter 7877 Radfahrer, 4168 Kfz-Führer und 1089 Fußgänger. Zehn Personen erhielten eine Vorladung zum Verkehrsunterricht. Die Polizei bemängelte bei den Radfahrern eine fehlende oder mangelhafte Beleuchtung, das Fahren auf dem Gehweg, das Fahren in nicht zugelassener Richtung, die Missachtung des Rotlichts und die verbotswidrige Nutzung von Mobiltelefonen beim Radfahren. Fußgänger missachteten häufig das Rotlicht, benutzten verbotswidrig den Radweg oder überquerten die Fahrbahn nicht vorschriftsmäßig. Autofahrer machten oft Fehler beim Abbiegen, missachteten das Rotlicht, parkten auf Radwegen oder benutzten verbotswidrig das Handy.
Die Polizei stellte bei der Aktion fest, dass erschreckend viele Radfahrer ohne Helm unterwegs waren. Die Beamten verteilten Flyer, Buttons und reflektierende Leuchtbänder. Zudem führten sie viele Aufklärungsgespräche. Die Verkehrsteilnehmer zeigten sich überwiegend einsichtig hinsichtlich der Kontrollmaßnahmen. Bei den meisten Fällen reichte eine gebührenfreie Verwarnung aus, um die Verkehrsteilnehmer zu einem sicheren Verhalten zu bewegen.
Im Zeitraum der Aktion "Miteinander" stellte die Polizei einen Rückgang der Unfälle um 43,9 Prozent fest (124 Unfälle gegenüber 221 Unfälle im Jahr 2010). Die Anzahl der Verletzten reduzierte sich um 45,2 Prozent von 199 Verletzten (2010) auf 109 Verletzte. Nach wie vor ist rund die Hälfte aller Unfälle (54,8 Prozent) auf das Fehlverhalten von Radfahrern zurückzuführen. Bei Interpretation dieser Daten ist das vergleichsweise schlechtere Sommerwetter zu berücksichtigen. Polizeivizepräsident Robert Kopp appelliert an die Verkehrsteilnehmer, sich an geltende Vorschriften zu halten und Vorsicht, Umsicht und Rücksicht walten zu lassen.
| Ausgabe: | Sendlinger Anzeiger München |
| Woche: | 33 - 2011 |
| Autor: | hli |
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