| Ausgabe: | Werbe-Spiegel Lochham |
| Woche: | 24 - 2010 |
| Autor: | U.S. |
Nach 40 Jahren Gemeinderat hatte sich der Mitbegründer der Interessengemeinschaft Gartenstadt Gräfelfing (IGG) und langjährige Vorsitzende Dieter Sommer im März aus dem Gemeinderat verabschiedet. Nun machte ihn seine Gräfelfinger Partei auf ihrer Jahreshauptversammlung zum Ehrenvorsitzenden.
„Wir müssen uns als Partei Gedanken um unsere Zukunft machen, wenn sozusagen der letzte Pionier der IGG aus der aktiven Politik geht“, stimmte der neue IGG-Gemeinderat Mathias Pollok nachdenklich. „So ein Schritt ist für jede Gruppierung prägend.“
Die Frage sei, gebe es einen zweiten Sommer und wolle man dies überhaupt. „Die Antwort darauf ist ein entschiedenes Nein. Wir gehen unsere eigenen Schritte, doch immer in Verantwortung der Tradition“, betonte Pollok. Er sei gespannt, welche nächsten Themen sich in diesem Zusammenhang auftun würden, denn der Abschied Sommers sei eine Zäsur für die IGG.
Auch der Vorsitzende Nikolaus von Welck markierte die alten und neuen Forderungen der IGG. Die Gartenstadtstruktur der Gemeinde zu bewahren, sei seit Gründung Anfang der 70er Jahre ihr Hauptanliegen und bleibe es weiterhin. „Ihnen, Ihrer Beharrlichkeit und Ihren Visionen ist es zu verdanken, dass Gräfelfing seinen Gartenstadtcharakter erhalten konnte“, lobte von Welck den neuen Ehrenvorsitzenden.
Dies geartete Probleme stünden heute immer noch auf der aktuellen Tagesagenda. Beispiele dafür sei die Staatstraße 2063neu, deren Durchsetzung die IGG als Grundvoraussetzung für eine verkehrsberuhigte Gemeinde ansehe, wie IGG-Fraktionsvorsitzende im Gemeinderat, Petra Schaber betonte.
„Auch der Rückbau der Würmtalstraße von vier auf zwei Spuren wird kommen“, meinte sie optimistisch. Positiv bewertete Schaber die Realisierung des Flüsterasphaltes auf der A 96, „auch wenn hier nur die zweitbeste Variante zum Tragen kommt.“ Gräfelfing leiste sich 1,42 Millionen Euro, damit die Straßenschicht im Gemeindegebiet aufgetragen wird. „Nun fehlt nur eine Einhausung oder ein Tunnel über die A 96. Dazu ist die Machbarkeitsstudie allerdings erst in 2011 oder 2012 fertig“, bedauerte Schaber.
Dagegen kritisierte sie die vielen Ausnahmeregelungen für bestehende Bebauungspläne. „Darin sehe ich einen Angriff auf unsere Gartenstadt. Wenn sich die Ausnahmeregelungen mehr und mehr durchsetzen, nimmt auf Dauer die Gartenstadtstruktur der Gemeinde Schaden.“
| Ausgabe: | Werbe-Spiegel Lochham |
| Woche: | 24 - 2010 |
| Autor: | U.S. |
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