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02.08.2010 - 18:50 Uhr
 

Wo bleiben die Hortplätze?

Kultusminister Spänle im Gespräch mit den Eltern im Arnulfpark

Münchner Wochenanzeiger : Staatsminister Dr. Ludwig Spänle (4.v.r.) hörte sich die Sorgen der Eltern im Arnulfpark an und versprach sich für einen Hort einzusetzen. (Foto: pi)
 
Staatsminister Dr. Ludwig Spänle (4.v.r.) hörte sich die Sorgen der Eltern im Arnulfpark an und versprach sich für einen Hort einzusetzen. (Foto: pi)

Staatsminister Dr. Ludwig Spaenle kam in der vergangenen Woche zum Gespräch mit Eltern in den Bürgertreff in den Arnulfpark. Die Sprecher der Hort-Elterngruppe, Albena Nunez, Hamed Ibrahim, Nadia Andreae, und Barbara Roth, richteten dringliche Appelle an ihn.

Die Kinder im Arnulfpark brauchen ab September einen Hort (wir berichteten) und es gibt immer noch keine Zusagen von der zuständigen Stelle der Stadt München. Räume sind gefunden, sind vom Schulreferat auch schon vor Ort geprüft und prinzipiell als geeignet eingestuft. Warum der Mietvertrag zwischen der Vivico GmbH und der Stadt bislang nicht unterschrieben wurde, verstehen die Eltern nicht.

Hamed Ibrahim erklärte dem Kultusminster, dass die vielen Kinder mit Migrationshintergrund im Arnulfpark zum einen aus Familien mit mehreren Kindern kämen, die nur über geringe fianzielle Mittel verfügten, zum anderen die Eltern hier studierten oder aber als Fachkräft und Akademiker in München arbeiteten. Alle diese Kinder mit Migrationshindergrund und ihre Eltern benötigten eine Ganztagsbetreung ab September. "Sie wollen ein Teil unser Gesellschaft werden und mit andern Kindern zusammen lernen und spielen", so Ibrahim. Ähnlich äußerte sich Albena Nunez: "Wir haben hier sehr viele Kinder im Viertel. Die gezielte Förderung der Kinder eröffnet Bildungschancen. Ein Hort sorgt dafür, dass unsere Kinder zusammen lernen und aufwachsen. Damit echte Teilhabe und Integration durch Bildung möglich ist."

 

"Wir sind in den Arnulfpark gezogen, weil uns versprochen wurde, dass in diesem Viertel die Kinderbetreuung optimal sei", berichtete Nadia Andreae. "Unsere Kinder haben auch einen Betreuungsplatz bis zur Schule – und dann ist es aus. Wenn kein Hort kommt, muss ich das Arbeiten aufhören!"

Barbara Roth wünscht sich eine gute Gemeinschaft im Arnulfpark, die entsteht, wenn Kindern und Eltern im Arnulfpark zu Hause sind und sich dort wohl fühlen, dazu gehöre auch eine gute Ganztagesbetreuung der Kinder. Und die sei am besten mit einer Ganztagesschule und mit einem Hort zu erreichen.Sie fragte Ludwig Spänle deshalb, ob denn für die staattliche Grundschule, die 2012 im Arnulfpark fertig werden soll, eine gute und umfassende Ganztagsbetreeung geplant ist. Der Kultusminster versprach sich für die Ganztagesbetreuung der Schulkinder im Arnulfpark ab sofort einzusetzen. Er will sich für den Hort im Arnulfpark stark machen und spätestens im September wieder in den Arnulfpark kommen. Hoffentlich dann mit guten Nachrichten für die Eltern...

 

 
Artikelinfo
Ausgabe: Werbe-Spiegel
Neuhausen/Maxvorstadt
Woche: 31 - 2010
Autor: red
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