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04.05.2010 - 09:55 Uhr
 

Verdi-Krach am Pranger

Tag gegen Lärm macht auf Zustände an der Verdistraße aufmerksam

Münchner Wochenanzeiger : Mit einer Strohwand versuchten die Akteure am weltweiten Tag gegen Lärm dem Verdi-Krach Herr zu werden. V.l. Angela Scheibe-Jaeger, Initiator Helmut Schmidt, Peter Knoch, Dieter Bamberg und Silvia Gonzalez. (Foto: US)
 
Mit einer Strohwand versuchten die Akteure am weltweiten Tag gegen Lärm dem Verdi-Krach Herr zu werden. V.l. Angela Scheibe-Jaeger, Initiator Helmut Schmidt, Peter Knoch, Dieter Bamberg und Silvia Gonzalez. (Foto: US)

Proteste gegen den Lärm und den endlosen Verkehr in der Obermenzinger Verdistraße gab es bereits viele. Der weltweite Aktionstag gegen Lärm in der vergangenen Woche gab den Anwohnern erneut Anlass, auf den krankmachenden Verdi-Krach aufmerksam zu machen.

„Als ich von dem Aktionstag gehört hatte, war ich mir gleich sicher, dass wir Verdi-Anwohner etwas daraus machen müssen“, meinte der Initiator der Obermenzinger Aktion, Helmut Schmidt. Als Leiter des nahegelegenen ASZ in der Packenreiterstraße und als unmittelbarer Verdistraßen-Bewohner wird er praktisch Tag und Nacht beschallt.

Ihn beschäftige machbarer Lärmschutz seit Jahren. „Leider gibt der Gesetzgeber kaum rechtliche Handhabe, einen Lärmschutz als Privatmann zu bauen. Dabei gibt es ganz simple Techniken.“ Am einfachsten könne man auf ein Baukastensystem zurückgreifen, das in Pyramidenform aufgestellt den Zaun ersetze. „Doch das aktuelle Baurecht lässt dies nicht zu.“

Viele Akteure

Das Wohnhilfe-Haus war schnell bereit zu Aktionen, und auch die Bürgerinitiative Verdistraße half mit, den Lärm aus unterschiedlichen Perspektiven zu zeigen. „Wir haben uns natürlich gefreut, dass uns der Greencity-Verein die Strohballen abgeholt und aufgebaut hat“, dankte Initiative-Mitglied Angela Scheibe-Jaeger.

Zur inszenierten Lesung des Autors Harry Edwards unter freien Himmel gehörte dann sehr viel Konzentration, um dem Text halbwegs folgen zu können. Auch Grundschüler der nahen Grandl-Schule kamen vorbei und schmückten einen Baum mit ihren Wünschen: „Die Verdistraße soll eine Spielstraße werden!", „Die Leute an der Verdistraße wollen es leiser haben!“ und „Die Autos müssen weg!", forderten die Kinder zum Beispiel.

„Die Dauerbeschallung hält man kaum aus. Sind die Fenster offen, hört man die Kunden kaum noch“, wusste auch Hörgeräte-Akustik-Meisterin Anja Reichl von amplifon in der Bauseweinallee. „Ich sehe die Auswirkungen jeden Tag. Und die Kunden werden tatsächlich immer jünger. Wir haben da ein massives Gesundheitsproblem. Es wird Zeit, dass endlich was gegen den Dauerstress Lärm getan wird.“

 
Artikelinfo
Ausgabe: Werbe-Spiegel
Obermenzing
Woche: 18 - 2010
Autor: U.S.

ASZ Obermenzing

Packenreiter Straße
81247 München-Obermenzing

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ASZ Obermenzing

 

 
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