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27.05.2010 - 16:57 Uhr
 

Unterschriften gegen Notstand übergeben

Hortinitiative kämpft für mehr Betreuungsplätze in Laim

Münchner Wochenanzeiger : Unterschriftenübergabe an CSU-Stadträte: v.l. Andreas Schebesta, Alexandra Gaßmann, Ursula Sabathil, Beatrix Burkhardt und Dr. Reinhold Babor (Foto: pi)
 
Unterschriftenübergabe an CSU-Stadträte: v.l. Andreas Schebesta, Alexandra Gaßmann, Ursula Sabathil, Beatrix Burkhardt und Dr. Reinhold Babor (Foto: pi)

Zu einem Meinungsaustausch trafen sich die Initiatoren der Hortinitiative für mehr Betreuungsplätze im Stadtteil Laim, Alexandra Gaßmann, Andreas Schebesta und einige Elternvertreter, sowie eine Vertreterin der Mittagsbetreuung mit den CSU-Vertretern im Rathaus-Schulausschuss, Stadrätinnen Ursula Sabathil und Beatrix Burkhardt sowie Stadtrat Dr. Reinhold Babor. Gesprächsinhalt war die Verbesserung der Betreuungssituation für Schulkinder im Stadtteil Laim. Bei dem Termin im Rathaus übergaben Gaßmann und Schebesta 1.424 Unterschriften für die Verbesserung der Betreuungssituation in Laim, die in nur vier Wochen zusammengekommen waren. Sabathil, Burkhardt und Dr. Babor werden diese dem zuständigen städtischen Schulreferat weiterleiten.

Stadt verschläft Entwicklung

"Allein die Zahl der Unterschriften liefert den Nachweis, welch riesiges Interesse an der Verbesserung der Betreuuungssituation vor Ort besteht", sagen Gaßmann und Schebesta. Die Stadt ziehe sich aus der Verantwortung für die Nachmittagsbetreuung von Schulkindern immer mehr zurück und verschläft die Entwicklung förmlich, kritisiert Gaßmann. Das führe unweigerlich dazu, dass die Eltern, die familiär und beruflich sowieso schon erheblich belastet seien, sich auch noch in Elterninitiativen einbringen müssten. Die Hortinitiative fordert daher die Anhebung des Hortversorgungsgrades in Laim von 35 Prozent zumindest auf das gesamtstädtische Niveau von 38 Prozent.

Zudem müsse das städtische Grundstück an der Siglstraße Hausnummer 19/21 endlich (wie schon seit langem gefordert) effektiv genutzt werden. Die Hortinitiative schlägt hierfür ein "Haus der Familie" vor, wo Kinderkrippe, Kindergarten und Hort untergebracht werden. Das Raumangebot für die Mittagsbetreuung müsse kindgerecht sein (nicht 70 Kinder auf 48 Quadratmetern) und die Mittagsbetreuung finanziell besser gestellt, lauten weitere Forderungen.

Außerdem wollen die Initiatoren erreichen, dass mehr und vor allem bezahlbare Nachmittagsbetreuungsplätze für ältere Kinder im Stadtviertel geschaffen werden. Die CSU-Stadträte sagten zu, sich für diese Forderungen zu verwenden und die Problemlage vor Ort zu besichtigen: Am 15. Juni um 12 Uhr wird Schulsprecherin und Stadträtin Ursula Sabathil (CSU) in der Droste-Hülshoff-Schule mit Schul- und Elternvertretern sowie der Hortinitiative zusammen kommen.

 
Artikelinfo
Ausgabe: Werbe-Spiegel
Laim
Woche: 22 - 2010
Autor: red
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