| Ausgabe: | Werbe-Spiegel Pasing |
| Woche: | 06 - 2012 |
| Autor: | U.S. |
Nach den jüngsten Entscheidungen des Münchner Stadtrats zur zweiten Stammstrecke rückt die Pasinger U-Bahn-Frage mal wieder stärker in den Vordergrund. Der Stadtrat hatte die Stammstrecke zwar nicht grundsätzlich abgelehnt, aber in Hinblick auf den Riesenfinanzierungsbrocken von mehr als 300 Millionen Euro, der an München hängen bleiben würde, die Bereitstellung eines Vorfinanzierungskredits abgelehnt.
„Einzig das Vehikel der Olympiade hatte eine reelle Chance auf Realisierung eröffnet, musste dann jedoch mit der verlorenen Bewerbung zu Grabe getragen werden“, kommentierte BA-Mitglied Frieder Vogelsgesang (CSU). Aus Pasinger Sicht wäre eine verlängerte U5 weit besser für die Bewältigung des Verkehrs, als es eine zweite Stammstrecke täte. „Die U5 könnte bereits heute als wirkliche Entlastung dienen. Dem Verkehrsnetz wäre zudem insgesamt mehr gedient, wenn es Ringlinien und mehr Verknüpfungspunkte geben würde.“
Ohne zweiter Stammstrecke sei ein Ringschluss wieder als mögliche Vision ein Thema, freute er sich. Die Unterschriftenaktion der CSU zur U-Bahn-Frage sei daher auch aktueller denn je. „Wir sammeln weiter“, bestätigte auch Initiator Sven Wackermann (CSU), „und planen nach den Faschingsferien eine Informationsveranstaltung zum Thema U-Bahn.“
Jeder Pasinger könne unter auf www.csu-pasing.de oder auf Facebook („Nächster Halt Pasing“) sein Votum für die U-Bahn-Verlängerung abgeben. Auch bei vielen Pasinger Geschäftsleuten lägen die Unterschriftenlisten aus. „Die U-Bahn nach Pasing ist unser Ziel Nummer eins“, bekräftigte Wackermann.
Inzwischen hatte die SPD Pasing Erkundungen beim Bundesverkehrsministerium , bei der Bahn und beim Verkehrsministerium des Freistaats einziehen wollen, wer zuständig sei für eine mögliche oberirdische Einschleifung der U-Bahn in den Pasinger Bahnhof. „Man kommt sich da wie Buchbinder Wanninger persönlich vor“, meinte Stadtrat und BA-Vorsitzender Christian Müller (SPD). „Niemand fühlt sich zuständig.“
Fakt sei, so Müller, dass die zweite Stammstrecke erst komplett sterben müsse, bevor das Kosten-Nutzen-Verhältnis einer verlängerten U-Bahn neu bewertet werden könne. Diese Berechnung sei notwendig für die Finanzierungsgespräche, die Freigabe von Gleis eins oder zwei und die letztendliche Realisierung. „Wir drehen uns dabei leider im Kreis“, bedauerte Müller. „Ohne Entscheidungen bleibt die U-Bahn eine Hängepartie.“
| Ausgabe: | Werbe-Spiegel Pasing |
| Woche: | 06 - 2012 |
| Autor: | U.S. |
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