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05.07.2011 - 09:58 Uhr
 

Staufrei durch Laim?

Die CSU Ortsverbände stellen ein Verkehrskonzept für Laim vor

Münchner Wochenanzeiger : Bei der Abschlussdiskussion zum Laimer Verkehrskonzept, beklagten Laimer Bürger den Parkdruck und den zunehmenden Schleichverkehr in der Lutzstraße. (Foto: BK)
 
Bei der Abschlussdiskussion zum Laimer Verkehrskonzept, beklagten Laimer Bürger den Parkdruck und den zunehmenden Schleichverkehr in der Lutzstraße. (Foto: BK)
Münchner Wochenanzeiger : Die Ortsverbände der Laimer CSU wollen in der Agnes-Bernauer-Straße stadteinwärts eine Linksabbiegerspur in die Fürstenrieder Straße einrichten, so dass die Gefahrensituation an der Kreuzung zur Lutzstraße entschärft und die Anwohner vom Schleichverkehr und dem zunehmenden Parkdruck befreit werden. (Foto: BK)
 
Die Ortsverbände der Laimer CSU wollen in der Agnes-Bernauer-Straße stadteinwärts eine Linksabbiegerspur in die Fürstenrieder Straße einrichten, so dass die Gefahrensituation an der Kreuzung zur Lutzstraße entschärft und die Anwohner vom Schleichverkehr und dem zunehmenden Parkdruck befreit werden. (Foto: BK)
Münchner Wochenanzeiger : Zur Abschlussdiskussion im Interim waren Landtagsabgeordneter, Staatsminister a.D. Dr. Otmar Bernhard (v. l. n. r.) und Stadtrat Josef Schmid als Referenten erschienen, um die Ortsverbände der CSU Laim-Ost und Laim-West zu unterstützen. (Foto: BK)
 
Zur Abschlussdiskussion im Interim waren Landtagsabgeordneter, Staatsminister a.D. Dr. Otmar Bernhard (v. l. n. r.) und Stadtrat Josef Schmid als Referenten erschienen, um die Ortsverbände der CSU Laim-Ost und Laim-West zu unterstützen. (Foto: BK)

Seit zehn Jahren setzt sich der Laimer Bezirksausschuss für die Erarbeitung eines detaillierten Verkehrsplanes für den Münchner Westen ein, der auch den kleinteiligen Verkehr sowie die Verkehrsbelastung in den Wohnvierteln beinhalten soll. Anhand eines Generalverkehrsplanes, könnten punktuelle Verkehrsbelastungen im Gesamtkontext erfasst und Lösungen vorgeschlagen werden. Das zuständige Referat für Stadtplanung und Bauordnung der Stadt München, lehnte diese Forderung bisher jedoch ab und verwies immer wieder auf die bereits existierenden Pläne, den Verkehrsentwicklungsplan (VEP) und den Nahverkehrsplan (NVP), die ausreichend informativ wären.

Die CSU Ortsverbände Laim-Ost und Laim-West wollen sich nicht länger hinhalten lassen und erarbeiteten daher auf eigene Faust einen Maßnahmenkatalog, der die Verkehrssituation, insbesondere in Laim, verbessern soll.

Maßnahmenkatalog

Mittels Bürgerbefragung und Bürgerbeteiligung bei Diskussionen, wollten die Laimer CSU Ortsverbände gemeinsam, ein bürgernahes Verkehrskonzept erarbeiten und Lösungsvorschläge für die Stauproblematik, aber auch den zunehmenden Durchgangs- und Schleichverkehr in Laim zusammentragen. Im Mai verteilte die CSU zu diesem Zwecke 5.000 Exemplare des Laimer Kuriers, der einen Fragebogen zur Verkehrssituation in Laim enthielt. Insgesamt sechs Lösungsvorschläge für ein verbessertes Verkehrskonzept konnten interessierte Laimer da, mittels einer Bewertungsskala von eins bis sechs, kommentieren. Ein, unter Berücksichtigung der Fragebogenauswertung, fertiggestellter Maßnahmenkatalog wurde nun im Rahmen einer Abschlussdiskussion am vergangenen Donnerstag, den 30. Juli, im Interim vorgestellt. Etwa 35 Bürger, darunter die CSU-Mitgliedern vom Laimer Bezirksausschuss Laurentius Pfäffl, Anette Zöllner, Peter Stöckle, Stefanie Stöckle, Alexandra Gaßmann und Josef Linzmeier, erschienen zur öffentlichen Diskussion, die unter dem provokanten Titel „Staufalle Laim“ stattfand. Als Referenten zum Thema waren, neben den Ortsverbandsvorsitzenden Andreas Bauer und Max Straßer, auch Stadtrat Josef Schmid (CSU) und der Landtagsabgeordnete, Staatsminister a.D. Dr. Otmar Bernhard (CSU) eingeladen.

Konkretes Konzept

Nachdem die bekannte Problematik einer hohen Verkehrsbelastung in Laim festgestellt wurde, die vor allem auf Grund des hohen Pendlerverkehrs, dem immensen Parkdruck sowie großer Staugefahr und daraus resultierendem Schleichverkehr besteht, trug Andreas Bauer das fertige Arbeitspapier vor. Folgende Lösungsvorschläge sind darin enthalten, die die CSU Ortsverbände umsetzen wollen: Um eine Entlastung vom Durchgangsverkehr zu erreichen, fordert die CSU die Fertigstellung des Autobahnringes A99 nach Garmisch sowie den Ringschluss um München. Dr. Bernhard bekräftige dazu: „Das Konzept war immer, einen Ring um München zu bauen und nicht einen Torso.“ 77,6 Prozent der Laimer, die sich an der CSU-Befragung beteiligten, stimmten gleichfalls für den Ringschluss. Stadtrat Schmid befürwortete unterdessen den Ausbau der U-Bahnlinie U5 nach Pasing, und langfristig nach Freiham. Neben einer verbesserten Verbindung zum Flughafen, brauche München, laut Schmid, auch ein optimiertes U-Bahnsystem. Dabei sei der Ausbau eines U-Bahnnetzes dem eines Trambahnnetzes vorzuziehen, weil die Verkehrsführung unterirdisch laufe und daher keine Flächen wegnehme sowie den motorisierten Verkehr nicht störe. Auch die S-Bahn-Außenäste seinen weiter auszubauen, so dass München sich „mit den Metropolen in Europa messen kann“. Daher will sich die CSU für das Vorantreiben der Sanierung des Laimer Bahnhofes einsetzen sowie die Errichtung des dritten Tunnels, der sogenannten Umweltverbundröhre, vorantreiben. Die Umsetzung der Trambahn-Westtangente allerdings, wie sie von der Laimer SPD und Den Grünen befürwortet wird, lehnt der CSU-Ortverband weiterhin ab.

Vision: staufreies Laim

Konkret für den Bezirk Laim fordert die CSU, die Wohngebiete für LKWs und Fahrzeuge ab 3, 5 Tonnen zu sperren. Des Weiteren soll mittels einer Verbesserung der „grünen Welle“, also einer Ampelschaltung mit mehr Grünsignalen, der Verkehr in der Landsberger Straße, der Fürstenrieder Straße und Agnes-Bernauer-Straße, fließend gehalten und Stau vermeiden werden. Ein „absurdes Theater“ sei es, laut Zöllner (CSU), wenn man nachts vor einer roten Ampel halten müsse, obwohl kein Verkehrsaufkommen herrsche, und schlug vor, die Ampeln ab einer gewissen Uhrzeit gänzlich abzuschalten. Zeitlich begrenzte Parkzonen sollen dafür sorgen, dass die Anwohner um die U-Bahn-Stationen Laimer Platz und Friedenheimer Straße, vom Parkdruck entlastet werden. Auch setzt die Laimer CSU darauf, dass bestimmte Einbahnregelungen, die Wohngebiete vor Durchgangs- und Schleichverkehr schützen können. Im Zuge dessen könnten dann Plätze, wie der Agricolaplatz attraktiver gestaltet werden. Eine „charmante Lösung“ nannte da Bauer das Vorhaben, dem 38,1 Prozent der Befragten die Note eins verliehen. Abbiegespuren und Linksabbiegerampeln hält die CSU für die geeignete Lösung, um den Stau, vor allem in der Agnes-Bernauer-Straße zur Fürstenrieder Straße, zu verhindern sowie den Schleichverkehr in der Lutzstraße zu verringern.

Weitere Informationen finden Sie unter: www.csu-laim.de und www.csu-laim-ost.de

 

 

 

 

 
Artikelinfo
Ausgabe: Werbe-Spiegel
Laim
Woche: 27 - 2011
Autor: BK

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