Münchner Wochenanzeiger - 

Politik in München

 
rss icon  
Thursday, 24. May 2012 · 15:21 Uhr  · 
Meist Bewölkt 22°

Donnerstag

Gesonderte Gewitterregen  T: 11° / H: 23°

Freitag

Heiter  T: / H: 22°
 
 
 
 
19.07.2011 - 15:51 Uhr
 

„Poleposition“ an der Ampel

Altenburgstraße: Rennstrecke mitten im Wohngebiet

Münchner Wochenanzeiger : Illegale Beschleunigungsrennen mitten in der Stadt – die lange Gerade auf der Altenburgstraße wird durch Pseudorennfahrer in den Abendstunden zur gefährlichen Piste. (Foto: Eva Schraft)
 
Illegale Beschleunigungsrennen mitten in der Stadt – die lange Gerade auf der Altenburgstraße wird durch Pseudorennfahrer in den Abendstunden zur gefährlichen Piste. (Foto: Eva Schraft)

Aufgebracht waren zwei Anwohnerinnen der Altenburgstraße in Neuaubing, als sie ihr Bürgeranliegen bei der Sitzung des Bezirksausschusses Aubing-Lochhausen-Langwied vorbrachten: Die Altenburgstraße werde seit geraumer Zeit sowohl von Autofahrern als auch von Motorradfahrern für illegale Straßenrennen in den Abendstunden benutzt.

120 Stundenkilometer

Die Ampel an der Limesstraße stelle sozusagen die Poleposition dar, auf der Gerade werde dann ordentlich beschleunigt, „bestimmt auf bis zu 120 Stundenkilometer“, was natürlich eine „unglaubliche Lärmbelästigung“ verursache, von der immensen Gefährdung anderer Fahrer und von Fußgängern ganz zu schweigen.

Dieses Anliegen wurde direkt von dem Leiter der Pasinger Polizeiinspektion, Peter Löffelmann, beantwortet: Dieses Problem sei der Polizei bereits bekannt, es handle sich fast ausschließlich um sehr junge Fahrer, denen man bereits mit geeigneten Präventivmaßnahmen versuche, „auf die Füße zu treten“. Von den Anwohnerinnen befragt, ob die Polizei nicht mal ein paar Abende lang in der Altenburgstraße „auf der Lauer legen“ könne, erklärte Herr Löffelmann, das Abstellen einer kompletten Streifenwagenbesatzung oder eines Zivilfahrzeuges sei aus Kapazitätsgründen leider nicht möglich.

Späher gegen Polizei

Zudem würden die „Rennfahrer“ vor dem Start Späher einsetzen, die sofort Alarm schlagen, wenn die Polizei auf der Bildfläche erscheine. Ein Lösung sei deshalb nur langfristig und mit Hilfe der Bürger nötig. Diese sollen immer sofort die Polizei verständigen, wenn derartige Rennen stattfinden und sich die Kennzeichen notieren, dann gelinge es vielleicht, zumindest die Personalien der Rennfahrer festzustellen. In der Dämmerung und aus dem zweiten Stock eines Wohnhauses sei es nicht möglich eine Autonummer zu erkennen, meinte eine der Anwohnerinnen lakonisch – und bis sie bei der Polizei angerufen habe, sei das Autorennen längst vorbei!

 
Artikelinfo
Ausgabe: Werbe-Spiegel
Neuaubing
Woche: 29 - 2011
Autor: E.S.
Artikelkommentare
Kommentar schreiben
Es wurde noch kein Kommentar hinterlegt.
Verwandte Artikel