| Ausgabe: | Werbe-Spiegel Planegg |
| Woche: | 46 - 2011 |
| Autor: | U.S. |
Ruhig und harmonisch lief die letzte Bürgerversammlung Planegg ab. Das lag zum einen an der geringen Zuhörerzahl: Mit rund 80 anwesenden Bürgern konnte der große Saal im Kupferhaus nicht mal zur Hälfte gefüllt werden. Doch auch die Themen, die nach der Präsentation der Bürgermeisterin Annemarie Detsch und der Berichte von Polizeichef Siegfried Janscha und dem Ersten Feuerwehrkommandanten Martin Heizer von den Anwesenden angesprochen wurden, waren durchweg leicht lösbare Probleme und gaben keinen explosiven Zündstoff für die Gemeinde.
Detsch hatte in ihrem Rechenschaftsbericht für die vergangenen zwölf Monate die wichtigsten kommunalen Punkte angesprochen. Bemerkenswert war die Summe, die die Gemeinde jährlich für Kinderbetreuung ausgibt. Das sind 1,7 Millionen Euro, verglichen mit 2008 ergibt dies eine Steigerung um rund 50 Prozent. Tendenz steigend, denn der Abschluss des Kinder- und Familienzentrums steht bevor und wird weitere Investitionen fordern. Derzeit werden in Planegg 710 Kinder in Gemeindeeinrichtungen betreut.
Erfreuliche Nachrichten konnte Detsch zum Steueraufkommen berichten. „Unsere Gemeinde ist schuldenfrei, das ist ein hohes Gut in der heutigen Zeit.“ Geschätzte 15,2 Millionen Gewerbesteuer wird die Gemeinde in 2011 einnehmen können. Geplant waren zwölf Millionen. „Davon bleiben nach Abzug aller Umlagen rund 40 Prozent bei uns.“
Das Geld wird auch dringend gebraucht, denn die laufenden Großprojekte, wie das Familienzentrum, die Würmtaler Realschule, die U-Bahnverlängerung, die Parkplatzverbesserung um das Kupferhaus und die Gestaltung des Bahnhofareals stehen an. Ganz konkret wird sich Bereich Steinkirchen in den kommenden Monaten das Meiste bewegen, folgert man aus den Worten Detschs. Neben der Diskussion um die Erweiterung des Gewerbegebiets und die Überarbeitung des Bebauungsplans für die Semmelweisstraße, arbeitet die Gemeinde an der Umsetzung des Biotops an der Grenze zu Gräfelfing.
Die Frage nach einem Schlittenberg auf diesem Gebiet verneinte die Bürgermeisterin. „Ein Schlittenhügel würde unsere Absicht nach Artenvielfalt durchkreuzen.“ Mit der Ansiedlung eines Lidls in Steinkirchen in der ersten Hälfte 2012 kann die SPD nun auch ihr Wahlversprechen einlösen.
Ansonsten traten in der Diskussion überwiegen Martinsrieder auf, sprachen die Ortsentwicklung und das Verkehrskonzept im Ortsteil Martinsried an und forderten weniger Busse und mehr Radwege, um die Straßen zu entlasten. Detsch verwies auf die laufende Programmwerkstatt mit Bürgerbeteiligung zur Ortsmitteplanung. „Derzeit sucht die Gemeinde ein Stadtplanungsbüro, das die Leitung der Werkstatt übernehmen wird. Dann starten wir mit der Programmwerkstatt.“
| Ausgabe: | Werbe-Spiegel Planegg |
| Woche: | 46 - 2011 |
| Autor: | U.S. |
Fügen Sie hier Ihren Artikelkommentar hinzu.