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30.08.2010 - 10:44 Uhr
 

Pasing ohne Spielhallen

BA wendet sich entschieden gegen private Pläne von Spielhallenbesitzer

Münchner Wochenanzeiger : Entschieden gegen weitere Spielhallen in Pasing: Stadtteilmanager Christian Bitter und die Stadträte Constanze Söllner -Schaar und Chistian Müller (v.l.). (Foto: US (Archiv))
 
Entschieden gegen weitere Spielhallen in Pasing: Stadtteilmanager Christian Bitter und die Stadträte Constanze Söllner -Schaar und Chistian Müller (v.l.). (Foto: US (Archiv))

Der Plan zu einer Spielhalle in der Bodenseestraße auf rund 100 Quadratmetern kommt schneller, als München mit ihrem Programm „Aktive Stadt“ Verhinderungen beschließen konnte. Denn durch das Städtesanierungsprogramm ließe sich mit einem Planungsübergriff über den gesamten Stadtbezirk Pasing bestimmte Branchen aus der Geschäftestruktur ausschließen.

In seiner jüngsten Sitzung stellte sich der BA vehement gegen die nun bekannt gewordenen privaten Pläne. Mehr noch, „die schon vorhandenen sollten wieder in Büros oder Geschäfte oder ähnliches umgewandelt werden“, heißt es im einstimmig beschlossenen Antrag an die Stadt München.

Das Gremium appelliert an die Stadtplaner von der Münchner Gesellschaft für Stadterneuerung (mgs) und ihrem Stadtteilmanagement, solchen Geschäftsvorhaben nicht stattzugeben. Sonst rücke die Umsetzung des Programms „Aktive Stadt“ in weite Ferne, meinten die BA-Mitglieder einhellig.

Planung im Schweinsgalopp

Doch ganz so schnell können die Städteplaner nicht handeln. Stadtteilmanager Christian Bitter erklärt: „Das Entwicklungsprogramm ist erst im März gestartet. Wir haben sofort mit den vorbereitenden Untersuchungen angefangen und konnten unser so genanntes integriertes Stadtteilentwicklungskonzept bereits vor den politischen Entscheidungsgremien präsentieren.“

Ein halbes Jahr dauere es nun, bis sich der Stadtrat zu den Beschlüssen durchgearbeitet habe. „Dann wissen wir, wie das Sanierungskonzept einschließlich des Planungsumgriffes für die Geschäftsstruktur und der Veränderungssperre konkret aussehen wird. Die Spielhallenpläne kämen nun leider gerade in das halbe Jahr Übergangszeit.

Immobilienbesitzer einbeziehen

Eigentlich dauere das gesamte Prozedere zwei bis zweieinhalb Jahre. „Wir arbeiten hier in Pasing also schon im Schweinsgalopp“, verteidigte sich Bitter. Teil zwei der Sanierungspläne sei übrigens schon in die Wege geleitet worden. „Wir streben eine Gesprächsrunde mit den Immobilienbesitzern in Pasing an. Schließlich nutzen Spielhallenbetreiber einfach auch die Angst vor Leerständen aus“, erklärte der Stadtteilmanager. „Wir möchten die Grundstücksbesitzer und Hauseigentümer im Pasinger Zentrum für uns gewinnen. Denn auch hier muss ein Umdenken für Pasing einsetzen.“

 
Artikelinfo
Ausgabe: Werbe-Spiegel
Pasing
Woche: 35 - 2010
Autor: U.S.
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