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26.04.2010 - 11:43 Uhr
 

Ortsversammlungen der Laimer SPD

Veranstaltungen zu den Themen „Biodiversität“ und „Mieten in München“

Münchner Wochenanzeiger : Die Diplom-Biologin Dr.Martha Mertens (Mitte) zusammen mit Carsten Kaufmann und Stadträtin Verena Dietl (re.). (Foto: Brandl)
 
Die Diplom-Biologin Dr.Martha Mertens (Mitte) zusammen mit Carsten Kaufmann und Stadträtin Verena Dietl (re.). (Foto: Brandl)

Die SPD Laim hat in zwei Ortsvereinsversammlungen mit Fachleuten aus den eigenen Reihen kürzlich die Themen „Biodiversität“ und „Guter Rat für Mieter – Der Mitbeirat der Landeshauptstadt München“ behandelt.

Die Vereinten Nationen haben 2010 zum „Jahr der biologischen Vielfalt“ erklärt. Damit wollen sie darauf hinweisen, dass die biologische Vielfalt, auch Biodiversity genannt, Voraussetzung für unser aller Leben ist und dringend besser geschützt werden muss. Dr. Martha Mertens, die langjährige SPD-Fraktionsvorsitzende im Laimer Bezirksausschuss, ist im Berufsleben Diplombiologin und seit Jahren sehr engagiert mit Umweltschutz befasst. In einem sehr aufschlussreichen und aufrüttelten Vortrag zeigte Merthens den Zuhörern verheerenden Auswirkungen auf, die eine rein auf ökonomischen Gewinn ausgerichtete Industrie und Landwirtschaft haben. Dabei gehe es nicht nur um die inzwischen bekannten Problemfelder wie Vernichtung der Regenwälder oder Überfischung der Meere, sondern auch die heimische Fauna und Flora ist nach wie vor akut bedroht. Die Erhaltung der Biodiversität sei deshlab von großer ökonomischer Bedeutung für den Menschen.
Katja Weitzel, den Laimern bisher vor allem als Vorsitzende des Ortsverbands Alt-Laim bekannt, ist seit kurzem auch Vorsitzende des Mieterbeirats der Landeshauptstadt München. In letzterer Funktion wusste sie als Gastreferentin beim Nachbarortsverband bei der Ortsversammlung im April den Anwesenden über dessen Zusammensetzung und Funktion berichten. Wie man weiß, ist die Wohnungssituation in München aus mehreren Gründen prekär. Erstens genießt München nach wie vor eine hohe Attraktivität, was zur Verknappung von Wohnraum führt. Demgegenüber steht zweitens eine zu geringe Wohnungsbautätigkeit auf dem privater und öffentlichen Sektor. Ein weiteres Problem sei die Gentrifizierung, also die Veränderung von Stadtteilen durch private Investoren und die damit verbundener Verdrängung von ursprünglicher Klientel. Dies alles führe zu vergleichsweise sehr hohen Mieten. Auswirkungen sind beispielsweise Luxussanierungen und Eigentümerwechsel mit anschließenden horrenden Mieterhöhungen, die oftmals ganze Mietergemeinschaften betreffen. Laut Weitzel will der Mieterbeirat hier Informations- und Beratungsstelle zur Bildung von Solidargemeinschaften der Betroffenen sein. Eine Mietergemeinschaft kann in solchen Fällen zusammen viel mehr erreichen als der einzelne und auf sich allein gestellte Mieter. Hier will der Mieterbeirat unter anderem ansetzen, es gibt dazu eine Mietersprechstunde. Weitzel stellte aber auch klar, dass der Beirat auch ganz klar Forderungen an politische Gremien stellt.

 
Artikelinfo
Ausgabe: Werbe-Spiegel
Laim
Woche: 17 - 2010
Autor: SB
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