| Ausgabe: | Werbe-Spiegel Gräfelfing |
| Woche: | 25 - 2010 |
| Autor: | U.S. |
„Das ist ein wunderbares Vorhaben, was jetzt auf den Weg kommt. Hier kann Alt und Jung zu Hause sein.“ Bürgermeister Christoph Göbel pries den an der Pasinger Straße in Gräfelfing entstehenden Gebäudekomplex als Mehrgenerationenprojekt. „Seit Beginn meiner Amtszeit habe ich für die Umsetzung einer solchen Idee gewirkt. Doch jetzt waren die Voraussetzungen dafür bestens“, so Göbel und dankte dem Gemeinderat für die diskussionslose Zustimmung.
„Dank auch dem Träger Caritas, denn das Konzept haben wir gemeinsam entwickelt“, betonte er. Bis Ende 2011 entstehen auf dem Gelände ein neues Gebäude für das bestens bekannte Alten- und Pflegeheim St.Gisela, sowie zwei Häuser mit 35 Appartements für Betreutes Wohnen.
Näher zum Weinbuchweg baut die Caritas gleichfalls bis Ende 2011 ein Kinderhaus für rund 100 Kinder im Alter von null bis sechs Jahren. „Die Finanzierung des Kinderhauses und später die Erschließung des Baugrunds des Weinbuchwegs gehen viel schneller, deswegen beginnen wir mit diesem Teil später“, erklärte Wolfgang Obermair, Vorstand in der Caritas.
Rund hundert Gäste wohnten der Grundsteinlegung am Freitag trotz des schlechten Wetters bei. „Das Interesse an unserem Wohnprojekt ist bereits jetzt hoch“, so Obermair. Einziger Wermutstropfen am Projekt sei der erforderliche Umzug aller Heimbewohner im vergangenen Herbst gewesen. „Das war für alle Beteiligten eine große Belastung“, bedauerte er. Dank des damaligen Heimleiters Peter Heß hätten sämtliche Bewohner schnell eine akzeptable Unterbringung gefunden.
Das Novum des Vorhabens mache sich übrigens nicht nur im Mehrgenerationen-Komplex deutlich, sondern auch in der Finanzierung. Schließlich würden sich Gräfelfing (1,5 Millionen Euro) und Landkreis (3,2 Millionen Euro) am Bau des insgesamt 13 Millionen teuren Objektes beteiligen. „Das Kinderhaus wird uns zusätzlich 3,1 Millionen Euro kosten“, ergänzte Obermair die stolze Gesamtsumme.
„Wir reagieren auf die neuen Bedürfnisse der Gesellschaft“, betonte auch Doris Schneider, Caritas-Geschäftsführerin für Altenheime. Das „Pflegewohnen“ mit 138 Plätzen bleibe zwar Hauptbaustein, bei dem Pflegebedürftige in überschaubaren Hausgemeinschaften „soviel Alltag wie möglich gemeinsam gestalten“.
Daneben nehme das Betreute Wohnen einen spürbar gewachsenen Raum ein. „In diesem Rahmen fällt es uns leicht, die Brücke zwischen Jung und Alt, zwischen Senioren und Kindern zu schlagen.“ Und Obermair ergänzte: „Die Caritas hat schon immer eine besondere Option für die ganz jungen und die alten Menschen gehabt.“
| Ausgabe: | Werbe-Spiegel Gräfelfing |
| Woche: | 25 - 2010 |
| Autor: | U.S. |
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