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09.08.2010 - 12:35 Uhr
 

„Keine Briefmarkenlösung“

Gemeinde Krailling strebt Ortsentwicklungsplanung an

Münchner Wochenanzeiger : Vorerst bleibt die Kraillinger Maibaumwiese wie sie ist. Die Ortsentwicklungsplanung soll sie aber bald aus dem Dornröschenschlaf holen. (Foto: US)
 
Vorerst bleibt die Kraillinger Maibaumwiese wie sie ist. Die Ortsentwicklungsplanung soll sie aber bald aus dem Dornröschenschlaf holen. (Foto: US)

Die Bebauungspläne für die Kraillinger Maibaum- und die Sanftlwiese sind durch die Bürgerentscheide am vierten Juli ad acta gelegt. Damals stimmten die Bürger mehrheitlich gegen die Bebauungswünsche der Gemeinde auf der Maibaumwiese inklusive eines neuen Bürgertreffs und gegen die zweigeschossige Bebauung zwischen Margareten- und Bergstraße. Nun hat sich der Kraillinger Gemeinderat für eine umfassende Ortsentwicklungsplanung ausgesprochen. Nach der Sommerpause möchte das Gremium die Konzepte von vier Planungsbüros prüfen, die einen derartigen Prozess begleiten und moderieren könnten.

Um Jahre verzögert

„Eine Ortsentwicklung kann nicht allein von einem Planungsbüro bewerkstelligt werden“, warnte Bürgermeisterin Christine Borst. „Ich hoffe auf eine sehr rege und sehr konstruktive Beteiligung seitens der Gemeinderäte und seitens der Bevölkerung. Ich nehme die Wünsche der Bürger sehr ernst. " Borst bedauerte, dass die Bebauungspläne für die beiden innerörtlichen Flächen von der Bevölkerung nicht angenommen wurden. „Das wirft unsere Ortsentwicklung leider um Jahre zurück.“

Für den Prozess, der nun bald in Gang kommen soll, seien rund 70.000 Euro im Haushalt beiseite gelegt worden. Borst: „Die Ortsentwicklung müssen wir unbedingt im Gesamten betrachten. Wir wollen auf keinen Fall einzelne Fläche ausnehmen. Eine Briefmarkenlösung ist absolut nicht zuträglich. Dafür brauchen wir die professionelle Hilfe.“