| Ausgabe: | Werbe-Spiegel Stadtbezirk 22 |
| Woche: | 39 - 2010 |
| Autor: | E.S. |
Will man als Fußgänger den S-Bahnhof Aubing von Süden aus erreichen, hat man eine triste, mit Schmierereien besudelte Unterführung vor sich. Nachdem auch die Abstützmauern an der Colmdorfstraße, die im Zuge einer Wohnungsbebauung erneuert worden waren, innerhalb kürzester Zeit wieder hässliche Sprühereien abbekommen hatten, stellte Bezirksausschuss-Mitglied Dagmar Mosch (Bündnis 90/Die Grünen) in der Oktobersitzung vergangenen Jahres einen Dringlichkeitsantrag: Um einem „verkommenen Eindruck“ zu begegnen, solle die Stadt München diese Mauern entweder begrünen oder durch Künstler aus dem Stadtteil verschönern lassen.
Dies soll nun bald passieren. Dagmar Mosch sowie Karin Binsteiner sind selbst aktiv geworden und konnten nun mit der Neuaubinger Hobbykünstlerin Christina Heinrich und dem am Westkreuz ansässigen Bildhauer und freischaffenden Künstler Stefan Füll die zukünftigen Gestalter der Mauern bei der BA-Sitzung vorstellen. In Zusammenarbeit mit Mosch und Binsteiner sei die Grundidee entstanden, die Bemalung so anzulegen, dass man an der Unterführung „von der ländlichen Seite“, mit grünen Flächen und Naturmotiven sozusagen „ins Urbane reinrutsche“. Dabei werden stadtteilbezogene Motive genauso wenig fehlen wie städtische Gebäude – sogar Karl Valentin wird die vorbeiziehenden Fußgänger betrachten.
Die Vorstellung der Gestaltung wurde wegen eines Zuschussantrages der Inititative „Verschönerung S-Bahnhof Aubing“ in der September-Sitzung behandelt, denn die Gestaltung wird rund 3500 Euro kosten. Hier war der BA-Vorsitzende Josef Assal als Sponsorensucher erfolgreich: Die Firma Demos, die die neuen Wohnungen an der Colmdorfstraße baut, stellt 2000 Euro, das Münchner Baureferat 1000 Euro zur Verfügung. Da der BA aus seinem Budget nun nur noch den Fehlbetrag von 500 Euro aufbringen muss, war die Zustimmung eine rasche und einhellige Angelegenheit.
| Ausgabe: | Werbe-Spiegel Stadtbezirk 22 |
| Woche: | 39 - 2010 |
| Autor: | E.S. |
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