Münchner Wochenanzeiger - 

Politik in München

 
rss icon  
Thursday, 24. May 2012 · 14:39 Uhr  · 
Meist Bewölkt 22°

Donnerstag

Gesonderte Gewitterregen  T: 11° / H: 23°

Freitag

Heiter  T: / H: 22°
 
 
 
 
08.06.2010 - 10:56 Uhr
 

Gegen die „Abwärtsspirale“

Westkreuz und Neuaubing sollen in Städtebauförderungsprogramm

Münchner Wochenanzeiger : Das Engagement der Hauptschule an der Wiesentfelser Straße wurde bei der Bezirkausschuss-Sitzung von den Neuntklässlerinnen Sinem und Julia und der Fünftklässlerin Sophia präsentiert sowie von Konrektorin Elsbeth Zeitler, Rektor Jürgen Walther und der Elternbeiratsvorsitzenden Ursula Heger (jeweils von links). (Foto: Eva Schraft)
 
Das Engagement der Hauptschule an der Wiesentfelser Straße wurde bei der Bezirkausschuss-Sitzung von den Neuntklässlerinnen Sinem und Julia und der Fünftklässlerin Sophia präsentiert sowie von Konrektorin Elsbeth Zeitler, Rektor Jürgen Walther und der Elternbeiratsvorsitzenden Ursula Heger (jeweils von links). (Foto: Eva Schraft)
Münchner Wochenanzeiger : Hier stellt Baudirektorin Sabine Steger anhand eines Planes den Umgriff für das Vorhaben „Soziale Stadt“ vor. (Foto: Eva Schraft)
 
Hier stellt Baudirektorin Sabine Steger anhand eines Planes den Umgriff für das Vorhaben „Soziale Stadt“ vor. (Foto: Eva Schraft)

Weil die Mitglieder des Bezirksausschusses (BA) Aubing-Lochhausen-Langwied eine Verknüpfung sahen, wurden zwei Tagesordnungspunkte bei der Mai-Sitzung in der Reihenfolge ausgetauscht: Vorgezogen wurde die Präsentation der für den Deutschen Schulpreis nominierten Hauptschule an der Wiesentfelser Straße, um vor der anschließend stattfindenden Vorstellung des Projektes „Soziale Stadt“ das große Engagement im Stadtteil zu verdeutlichen. Anschließend stellte die Leitende Baudirektorin Sabine Steger vom Münchner Planungsreferat, Abteilung Stadtsanierung und Wohnungsbau, die Beschlussvorlage zur „Sozialen Stadt“ vor.

 

Quartiersentwicklung

 

Bereits im Jahr 1999 wurde das Städtebauförderungsprogramm „Stadtteile mit besonderem Entwicklungsbedarf – Soziale Stadt“ des Bundesministeriums für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung und der Länder mit dem Ziel gestartet, die „Abwärtsspirale“ in benachteiligten Stadtteilen aufzuhalten und die Lebensbedingungen vor Ort umfassend zu verbessern. Aufgrund eines einstimmig angenommenen Antrags von BA-Mitglied Anne Hirschmann und des Arbeitskreises Soziales, haben nun die Stadtteile Westkreuz und Neuaubing gute Chancen, in das Programm „Soziale Stadt“ aufgenommen zu werden – und das bedeutet Fördergelder von Bund, Land und Stadt für die Verbesserung beispielsweise sozialer, baulicher und bildungspolitischer Strukturen im Rahmen einer „umfassenden Quartiersentwicklung“.

Im „Visier“ habe man Neuaubing und das Westkreuz nicht nur wegen städtebaulicher Kriterien, so Steger, sondern auch wegen Themen wie Schulübertrittsquote, Nachbarschaft zum neuen Stadtteil Freiham, soziale Infrastruktur oder energetische Erneuerung. Gute Erfahrung habe man mit dem Städtebauförderungsprogramm bereits im Hasenbergl und in Milbertshofen gemacht, betonte Steger, es gebe außer im Stadtbezirk 22 natürlich auch andere Stadtquartiere, die Bedarf hätten. „Wir müssen mit geballter Kraft dafür kämpfen“, forderte deshalb Anne Hirschmann ihre BA-Kollegen auf, „die Notwendigkeit für das Westkreuz und Neuaubing ist absolut vorhanden!“.

 

Sondersitzung

 

Da die 28 Seiten umfassende Vorlage bereits am 30. Juni im Stadtrat behandelt werden soll und die BA-Mitglieder keine Gelegenheit hatten, die umfangreiche Studie vorab zu lesen, wurde kurzerhand eine Sondersitzung anberaumt, in der Stadtbaurätin Elisabeth Merk persönlich nochmal den Beschlussentwurf vorstellte. Nachdem die, mit den Gegebenheiten vor Ort natürlich bestens vertrauten, BA-Mitglieder zusätzlich elf Hinweise und Änderungswünsche eingebracht hatten, wurde die Beschlussvorlage einstimmig angenommen.

„Ganz besonders zur Kenntnis“ nahm der BA, dass „die Zufriedenheit hinsichtlich der Kinder- und Familienfreundlichkeit in Neuaubing deutlich hinter den anderen Stadtquartieren zurückbleibt. Neuaubing wird insgesamt als besonders kinderunfreundlich eingestuft. Der öffentliche und halböffentliche Raum entspricht nicht mehr dem heutigen Bedarf. Daraus ergibt sich ganz klar ein Auftrag zur Verbesserung der Situation.“ Weitere Forderungen des BA 22 sind unter anderem auch, REGSAM in die Lenkungsgruppe miteinzubeziehen, über die Rolle der Neuaubinger Hauptschule in puncto Mittelschule nochmals zu diskutieren, das Areal an der Ehrenbürgstraße 9 zu erhalten oder Entwicklungsziele wie „seniorengerechtes Wohnen“ aufzunehmen.

 
Artikelinfo
Ausgabe: Werbe-Spiegel
Stadtbezirk 22
Woche: 23 - 2010
Autor: E.S.
Artikelkommentare
Kommentar schreiben
Es wurde noch kein Kommentar hinterlegt.
Verwandte Artikel