| Ausgabe: | Werbe-Spiegel Stadtbezirk 22 |
| Woche: | 23 - 2010 |
| Autor: | E.S. |
Weil die Mitglieder des Bezirksausschusses (BA) Aubing-Lochhausen-Langwied eine Verknüpfung sahen, wurden zwei Tagesordnungspunkte bei der Mai-Sitzung in der Reihenfolge ausgetauscht: Vorgezogen wurde die Präsentation der für den Deutschen Schulpreis nominierten Hauptschule an der Wiesentfelser Straße, um vor der anschließend stattfindenden Vorstellung des Projektes „Soziale Stadt“ das große Engagement im Stadtteil zu verdeutlichen. Anschließend stellte die Leitende Baudirektorin Sabine Steger vom Münchner Planungsreferat, Abteilung Stadtsanierung und Wohnungsbau, die Beschlussvorlage zur „Sozialen Stadt“ vor.
Bereits im Jahr 1999 wurde das Städtebauförderungsprogramm „Stadtteile mit besonderem Entwicklungsbedarf – Soziale Stadt“ des Bundesministeriums für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung und der Länder mit dem Ziel gestartet, die „Abwärtsspirale“ in benachteiligten Stadtteilen aufzuhalten und die Lebensbedingungen vor Ort umfassend zu verbessern. Aufgrund eines einstimmig angenommenen Antrags von BA-Mitglied Anne Hirschmann und des Arbeitskreises Soziales, haben nun die Stadtteile Westkreuz und Neuaubing gute Chancen, in das Programm „Soziale Stadt“ aufgenommen zu werden – und das bedeutet Fördergelder von Bund, Land und Stadt für die Verbesserung beispielsweise sozialer, baulicher und bildungspolitischer Strukturen im Rahmen einer „umfassenden Quartiersentwicklung“.
Im „Visier“ habe man Neuaubing und das Westkreuz nicht nur wegen städtebaulicher Kriterien, so Steger, sondern auch wegen Themen wie Schulübertrittsquote, Nachbarschaft zum neuen Stadtteil Freiham, soziale Infrastruktur oder energetische Erneuerung. Gute Erfahrung habe man mit dem Städtebauförderungsprogramm bereits im Hasenbergl und in Milbertshofen gemacht, betonte Steger, es gebe außer im Stadtbezirk 22 natürlich auch andere Stadtquartiere, die Bedarf hätten. „Wir müssen mit geballter Kraft dafür kämpfen“, forderte deshalb Anne Hirschmann ihre BA-Kollegen auf, „die Notwendigkeit für das Westkreuz und Neuaubing ist absolut vorhanden!“.
Da die 28 Seiten umfassende Vorlage bereits am 30. Juni im Stadtrat behandelt werden soll und die BA-Mitglieder keine Gelegenheit hatten, die umfangreiche Studie vorab zu lesen, wurde kurzerhand eine Sondersitzung anberaumt, in der Stadtbaurätin Elisabeth Merk persönlich nochmal den Beschlussentwurf vorstellte. Nachdem die, mit den Gegebenheiten vor Ort natürlich bestens vertrauten, BA-Mitglieder zusätzlich elf Hinweise und Änderungswünsche eingebracht hatten, wurde die Beschlussvorlage einstimmig angenommen.
„Ganz besonders zur Kenntnis“ nahm der BA, dass „die Zufriedenheit hinsichtlich der Kinder- und Familienfreundlichkeit in Neuaubing deutlich hinter den anderen Stadtquartieren zurückbleibt. Neuaubing wird insgesamt als besonders kinderunfreundlich eingestuft. Der öffentliche und halböffentliche Raum entspricht nicht mehr dem heutigen Bedarf. Daraus ergibt sich ganz klar ein Auftrag zur Verbesserung der Situation.“ Weitere Forderungen des BA 22 sind unter anderem auch, REGSAM in die Lenkungsgruppe miteinzubeziehen, über die Rolle der Neuaubinger Hauptschule in puncto Mittelschule nochmals zu diskutieren, das Areal an der Ehrenbürgstraße 9 zu erhalten oder Entwicklungsziele wie „seniorengerechtes Wohnen“ aufzunehmen.
| Ausgabe: | Werbe-Spiegel Stadtbezirk 22 |
| Woche: | 23 - 2010 |
| Autor: | E.S. |
Fügen Sie hier Ihren Artikelkommentar hinzu.